2025-03-16- Aetas + Chorzuwachs – Beatrix, Renate + Geburtstagsbrunch – Hypo, Glyptothek + Praxisgruppe – Telefonat mit Beate + Aznavour

Montag. Das neue Chor-Semester startet. Vier Neuzugänge, eine davon ein Störfaktor. Wenn alle sitzen, will sie stehen. Sie steht aber nicht, sondern geistert herum, teilweise hinter uns. Wenn die Chorleiterin etwas für die Neuen zur Erläuterung sagt, geht sie raus. Mosert. Will a capella singen. Was auffällt aber nicht schlimm ist: jemand kommt neu und setzt sich irgendwohin; weiß nicht, dass es eine Ordnung nach Stimmlagen gibt. Neben mich hat sich eine Nette gesetzt (eigentlich auf „meinen“ Platz“). Sie sagte, sie habe keine Erfahrung, zeigte aber klare Klang- und Rhythmusvorstellung. Klavier? Richtig. Freude! Wer kein Sozialverhalten kennt – sollte zu Hause singen. Es hat ihr nichts und sie hat uns nicht gepasst. – Bine reist ab. Alles ist wunschgemäß und friedlich abgelaufen. – Würde gern statt Aetas zu Hause bleiben – trotzdem guter Abend.

Dienstag. Kaum allein hänge ich herum. Meine MephistoKarten, (aus Versehen für Dienstag UND Sonntag gekauft), sind an Martha gegangen. Als sie unterwegs war kam eine Email: Vorstellung ersatzlos gestrichen. – Ich meinerseits habe Beatrix getroffen, HypoKunstHalle (hat mir gut gefallen, auch wenn Vieles bekannt war – allerdings am „BilligTag“ irre überfüllt!); von dort über Hofgarten zum Englischen bis Münchner Freiheit. Strahlender Tag, angeregtes Gespräch, junge Polististinnen zu Pferd.

Mittwoch Renate, die Backwaren mitbringt zu einem niederschwelligen Frühstück. Danach: Olympiapark etwas über eine Std, gemächlich. Auf charakteristische Weise fließt das Gespräch durch alle Lebensbereiche – wie gut wir uns kennen ist jeden Moment spürbar. – Michi kommt sehr angeschlagen zurück. Er deutet seinen Zustand so: Er war nie krank, konnte nie kranksein. Jetzt kommt alles auf einmal und er will sich fügen; hat Ratschläge, die es von allen Seiten hagelt, nicht nur satt, sondern reagiert gerade zu „allergisch“ darauf. Mit der Haut ist es offenkundig. Und jeder weiß etwas.

Donnerstag. Beinahe Sehnsucht nach neuem Zuckerfrei-Anlauf… ständig Hunger; wenn ich Süßes gegessen habe, will ich später nochwas. Derzeit tritt dieser Unterschied zu vorher krass zutage. Ohne Zucker ist das Leben zwar halb so schön, aber einfacher. – Heute also noch: Geburtstagsbrunch bei Heike B., da wird üppig aufgetischt. Es war sehr schön – der gastliche Tisch – liebevoll reichhaltig vorbereitet – ebenso das Gespräch in der immergleichen „Kleinen-Rose“ – Konstellation. – Kaum zu Hause erfuhr ich, dass Martha und Josef „mit Goethe durch die Glyptothek“ gehen. Ich musste mich schwer aufraffen, hätte es mir nicht verziehen, es sausen zu lassen. Dass es ein Experte für die Antike, weniger für Goethe war, konnte man nicht ahnen. Kein Versäumnis, es nicht erlebt zu haben (für die anderen Wilhelminen). Allerdings ist mir Thorwaldsen begegnet, mit dem ich es auch u.v.a. bei Andersen zu tun habe.

Freitag: Vorbereitung für morgige Schreibgruppe. Balanceakt zwischen Konfrontation, Weltflucht und Selbstfürsorge. – Telefonische Nachlese mit Heike zu gestern – auch mit fachlichem Bezug – da gibt ein Wort das andere, es fühlt sich gut an. Ideen… – Geruhsamer Leseversuch, immer noch ziehe ich Andersen herum. NICHTS. PAUSE. Erstmals wieder Vorlesestunde.

Samstag. Eine fehlte wegen Reha nach OP, so waren wir nur zu viert. Die dringend gebotene, auch als Bedürfnis formulierte und herbeizuführende Konzentration hin zu unseren Ressourcen ist gelungen. Daraus ist auch schöne Whatsapp-Post an unsere Kranke entstanden. Im Anschluss gemeinsam eingekehrt, kreative Themen neben Gesundheit/ Krankheit. Später Telefonat mit Beate… Abends berührenden Film von und mit Charles Aznavour auf Arte gesehen, aufgrund von Bildern, Szenen und poetischer Sprache herzzerreißend.

Sonntag. Ich warte darauf, dass der Bäcker aufmacht. Draußen Schneeregen.

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Ich freue mich, dass der Besuch von Bine gut und ohne Streit verlaufen ist. Deine Woche war wieder ausgefüllt. Ich bin pberrascht, wie häufig du eine Schreibgruppe hast, habe den Überblick verloren, wieviel es sind. Die Erklärung von Michael zu seinen aktuellen Krankheiten habe ich mir auch schon so gedacht. Die Szene mit der neuen Chorteilnehmerin, die hinter euch herumtigert, ist skurril. Hoffentlich kommt sie nicht mehr.

    • Heike sagt:

      Verständlich, es sind einige derzeit. Ab Samstag kommt noch eine dazu – diese dann alle zwei Monate. Damit bin ich fürs Erste eingedeckt und komme selber so zum Schreiben, wie ich es liebe und brauche, um damit wirklich verwoben zu sein. Und, damit von Regelmäßigkeit gesprochen werden kann.

  2. Renate sagt:

    Die Neue in eurem Chor wird, wenn sie einigermaßen Gespür hat, wohl nicht mehr kommen. Wie nervig ist dieses herumgehen. Du bist wirklich noch in die Glyptothek gegangen und es war nicht nicht wie erwartet. Du brennst wahrlich für Goethe.

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