Oberhausen, Düsseldorf und Eifelidyll

Anfang der Woche war das Planspiel in der Heinrich Böll Gesamtschule in Oberhausen, drei Tage lang. Eine Herausforderung am ersten Abend, als ich sage: wenn mein Enkelkind geboren wird, bin ich in München. Schlechte Stimmung an allen drei Abenden. Ich beharre darauf: es ist alternativlos.
Die Woche zwischen den beiden Terminen verbringe ich in Düsseldorf bei meiner Freundin Suzanne und ihrem Mann. Suzanne kenne ich seit meinem Studium in Berlin, sie war Kommilitonin, Nachbarin und damals schon die mir liebste im Freundeskreis. Suzanne und ich werden wohl gleichzeitig Oma, ihre Tochter bekommt auch Ende Oktober ihr zweites Kind.
Die Tage in Düsseldorf waren überaus erholsam. Wir sind spazieren gegangen, waren im Kommödchen, Luise Kinseher mit tollem Programm. Suzannes Mann Helmut war an dem Abend in Köln das Enkelkind hüten. Gestern haben wir uns in der Eifel getroffen. Suzanne hat da ein Haus gekauft und vom Feinsten renoviert. Heute taucht da die Nachbarschaft auf, es ist Tag der offenen Gartenpforte und Suzanne hat es gleich zum Anlass genommen, sich im Dorf vorzustellen.
Ich sitze im Garten, habe den Blick auf das kleine Wäldchen das zum Garten gehört. Die hohen Birken erinnern mich an den Garten meines Vaters. Ich bin immer wieder wehmütig was ich da losgelassen habe…

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5 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Diese Zeit bei Suzanne klingt traumhaft schön. Was deine Wehmut bzgl des Elternhauses/Gartens betrifft – sie wird dich wohl nie verlassen. „Da gibt es keine Hilfe“, würde wiederum Großer Tiger sagen. Was für ein Unglücksort das auch war – er lässt dich nicht los. Wie solltest du es umgekehrt schaffen? Du hast es nicht in der Hand. Ob du je so gelöst im elterlichen Garten gesessen hättest? – Und schon hat das neue Enkelchen seinen festen Platz in deinem Leben.

  2. Ines sagt:

    Tag der offenen Gartenpforte finde ich super. Nachbarn können ein Segen sein oder einem das Leben vermiesen. Deshalb ist so ein Tag eine gute Erfindung. Ich versteh nicht, warum die Stimmung drei Abende lang schlecht ist, wenn du im Oktober in München sein willst. Bist du unabkömmlich?

    • Beate sagt:

      Ja, drei Tage nicht dabei geht gar nicht. Dann fällt ein Planspiel aus, dann sind mehr als 10.000. € in den Sand gesetzt und Birgit hat einen Vertrag dass sie haftet, wenn ein Planspiel ausfällt. Alles Mist und sie und Uwe sagen, sie finden in Berlin niemanden, der für mich einspringen kann.
      Dass ich mich so verantwortlich fühle, Ersatz zu suchen, ist mein ureigenes Problem, ich fühle mich verantwortlich, obwohl die beiden ja auch Möglichkeiten haben …

  3. Renate sagt:

    Warum die Stimmung drei Tage schlecht war, kapiere ich nicht. Anscheinend darf nichts Unvorhergesehenes passieren, wie lebensfremd ist dass denn. Offene Gartenpforte, das kenne ich nicht.

    • Beate sagt:

      Ich hab es schon als Antwort von Ines Kommentar geschrieben. Birgit sieht mich in der Pflicht wie sich selbst und Uwe. Es darf nichts dazwischen kommen. Das ist geradewegs furchtbar. Ich lerne gerade die Schattenseiten von Freiberuflern kennen. Und das allerbeste: Es hat bisher jahrelang funktioniert

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