2025-05-31-Freuden wie Nährendes, Meisterlesung, Amper und Frauenbild – zweifelhafte Freude mit brüllender Hitze – Qualen wie 5 Minuten Stille und unfreiwilliger Handyentzug

Sonntag Schreibgruppe bei Renate – spätes Frühstück mit Herzhaftem und Mandelhörnchen, der Clou: essbarer Tischschmuck nach Art unserer Jugendjahre mit Spießchen in der Orange und Melonenbett für Früchte. Unterschiedliche familiäre und persönliche Einstellungen, Gepflogenheiten und Wertigkeiten zum „Nährenden“ aufgefächert. – Montag Chor. – Dienstag Abschluss der „theatralischen Sendung“. Da ich nächstes Mal nicht da bin und wir keinen Ersatztermin gefunden haben zwei Monate Pause. Ebenso die Schreibgruppe. Abends, auf Susannes Empfehlung, „fünf Minuten Stille“. Es wurde viel gelacht und geklatscht. Für uns eine Qual. Wielang können 1 Std 10 Min. sein!? Es ist ein sensibler Vorgang mit etwas „ans Herz Gelegtem“… Es erinnerte mich vage an Watzlawicks „Anleitung zum Unglücklichsein“, bis zum Exzess auf die Spitze getrieben. – Mittwoch Logopädie. Schwerer Unfall mit wahnsinnig viel Polizei, Feuerwehr, Notärzten an der Sandstraße. Zwischen den Gleisen unweit der Haltestelle muss jemand den jähen Tod gefunden haben. Abgeschirmt gegen Blicke durch eine Wand aus GoldFolien lag wohl, was keiner sehen sollte. Das geht unter die Haut. – Abends „Frauenbild“ in der Antikensammlung. Ich habe den Eiertanz des Archäologen empfunden, der neuralgische Punkte anzurühren gezwungen war. Mir war es geradezu eine Wohltat, darüber im relativ nüchternen Ton der Wissenschaftlichkeit berichten zu hören – ohne dass noch ein Lebender dafür gelynchnt werden sollte. Manche Dinge können kaum ausgesprochen werden, wie sie sind oder mutmaßlich waren, ohne Emotionen hervorzurufen. (Im Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke soll es allerdings ab 3. Juni eine Ausstellung über ArchäologInnen geben: „Ein gut Theil Eigenheit“). – Donnerstag – Himmelfahrt – Vatertag – Mein Kirchgang scheiterte an möglichen Regengüssen und daran, dass wir so schön am Vorlesen waren. Jetzt fächern sich die Lesungen auf in Sieg von Joseph Conrad, auf Empfehlung von Jakob, der sich freut, wenn wir synchron auf „alte“ Literatur stoßen; dann eine Schrift von Michaels Freund Thomas über Thomas Mann in Bezug zu Rossini – mehr aus Verbundenheit als aus eigenem Interesse. Die geplanten Theaterstücke für Berlin trudeln auch ein. Ansonsten – das betrifft nur mich – Nachbereitung WM. Neben den Anmerkungen in meinem Exemplar hat uns Martha die von Hoffmannsthal geschickt. – Mittlerweile staubt es hier derartig, dass ich schon nach fünf Tagen das Bad wieder putze – mehr als überfällig! Außerdem habe ich jetzt statt Renates GrapefruitFroschReiniger den mit Soda und bin ebenso begeistert. Der Herd blitzt. Momentan bin ich fleißig. Liegt es an meinen Basenpulvern? Ich habe auch endlich die Heptnerhölzer. Noch liegen hier zwei Varianten – Zirbenholz, doppelt so hoch wie die aus Buche. Ich teste beide, bis Herr Diemer die nimmt, die er will. Ich erziele eine spürbare Veränderung meiner gesamten (eingeschlafenen) Vitalität sowie meiner Füße. Außerdem habe ich schon zweimal morgens Yoga aus dem Gedächtnis gekramt. Schultern sind sowieso „Hausaufgabe“. Gabi Fastner sieht mir zu dynamisch aus, zu schlank, zu vielseitig, zu fröhlich – ich wüsste gar nicht, wo ich bei ihr anfangen soll. Für eine Sache zu brennen kenne ich ja. Sie brennt offenkundig für den Körper. – Am Freitag bei Exkollegin Beatrix bei plötzlicher Affenhitze. Spaziergang an der Amper, dann Kaffee im Garten, wo sich ihr Mann dazugesetzt hat – das rege Gespräch litt sehr darunter. Ich habe dort mein Handy vergessen – bis das geklärt ist – Samstag früh – bange Stunden. Darf man es – angesichts der Weltlage – eine Katastrophe nennen? Das Handy beinhaltet heutzutage ja alles! – Gestern Vorhangschienen bei mir angebracht. Nicht nochmal ein Sommer ohne Vorhang, den wir erst noch nähen müssen. Genauer gesagt Michael, der ist bei uns der Schneider. – Samstag also erneuter Ausflug nach Buchenau – Handy holen. Dann mit Michi einen Waldwiesenspaziergang in sengender Hitze gemacht – sehr schön, aber den Rest des Tages bin ich platt.

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3 Antworten

  1. Ines sagt:

    Wie das Handy jetzt ein Teil von uns ist, ist verrückt. Wenn man bedenkt, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass wir alle keins hatten. Basenpulver? Ob die der Grund für den Energiezuwachs sind? Jedenfalls prima, von deinem Energieschub zu lesen. Den Soda Reiniger hatte ich auch mal. Dass es sich nicht mehr so unbeschwert redet, wenn ein Mann dabei ist, kann ich mir vorstellen. Ich schätze, Beatrix hag es auch so erlebt, aber ist zu höflich, ihren Mann weg zu schicken.

    • Heike sagt:

      Wir hatten davor schon über zwei Stunden allein verbracht. Vielleicht war auch er zu höflich, sich NICHT dazu zu setzen? Keine Ahnung. Ausgerechnet hatte Beatrix am Tag zuvor erzählt, wie sie ihre Geldbörse mit allen Chipkarten auf dem Papiercontainer hatte liegenlassen – so hat ihr Mann beim Abholen gesagt, das sei ungefähr vergleichbar. Ein Wahnsinn mit dem Handy. Und ich habe keine – wie sagt man – Verschlüsselun. Basenkur – ja – evtl. zur Energiesteigerung, allerdings mache ich kein einziges Mal die verorneten 50-Minuten-Fußbäder.

  2. Beate sagt:

    Energiesteigerung – das ist etwas, das ich mir schon lange wünsche, ich kenne nur ein Auf und Ab von aktiv sein und dass dann wieder jegliche Energie fehlt. Erzähl mir über das Basenpulver bitte mal mehr! Im Handy liegen alle wichtigen Infos- eine Katastrophe, wenn es mal verlegt wird!

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