Wochenauftakt im Tribeca, Alina, Besuch bei Monika
Montag: Mit Heike im Tribeca. Ich bin nicht nur froh, den Tag mal im Café zu beginnen, die Stellen, die wir aus der „deutschen Seele“ lesen, sind zauberhaft und kurzweilig. Es nieselt, als ich froh gelaunt heimfahre. Am Nachmittag bekommt Alina Besuch, ich gehe aus dem Haus und flaniere durch die Hohenzollernstraße, steige schnell in den Bus, als schwarze Wolken aufziehen und gehe ins Monopol, da läuft September5 – sehr sehenswert, spannend aber sicher ebensowenig erbauend wie der Film über die „Verdunsteten“.
Dienstag: Alina baut schon seit Tagen ihr „Nest“, kommt mit Schätzen für die erste Zeit mit ihrem Kind nach Hause, die sie Familien in München Second Hand abgekauft hat. Ihr Zimmer schaut inzwischen hübsch und gemütlich aus.Am Abend bricht sie nach Pforzheim auf, zur Heirat ihrer Freundin Elena.
Donnerstag: Zeckenimpfung, ausgiebiger Wohnungsputz, muss auch mal sein!
Freitag: Monika schreibt, ob ich sie spontan besuchen kommen will. Ich war schon ein wenig beleidigt gewesen.Diverse Male hatte sie sich bei mir gemeldet und wenn ich etwas geantwortet habe- keine Reaktion. So hatte ich sie seit meinem Dienstende nicht mehr gesehen.Also fahre ich hin und wir haben einen wunderbaren Abend, Monika, Antje, ihre Frau, und ich. Mit keiner Silbe reden wir über die Landeszentrale und ich komme auch nicht in die Verlegenheit über das Planspiel zu erzählen, denn Monika kann den Uwe nicht leiden.
Inzwischen habe ich „die deutsche Seele“ auch – aber allein macht es nicht halb so viel Spaß. Zusammen lesen schützt davor, Thea Dorn ungebremst schwätzen zu hören; das ist allein nämlich genau der Fall. – „Beleidigt gewesen“, das gefällt mir, lässt mich schmunzeln. – Alina „nestelt“, wie nett. Hat sie nicht als Kind auch sehr gern alle möglichen Schätze von draußen geholt? Jetzt ist es zielgerichtet. Ein wunderbarer „Trieb“.