Mama und Lotti Huber, Kinder und ABC

Die Deutsche Bahn hat sich gegen mich verschworen. Erst zu spät, dann übervoll, so dass ich bis Tutzing dicht an dicht stehen musste. Danach ein angenehmes Gespräch mit einem jungen Holländer, der in Großhadern in der Forschung arbeitet. Mama wurde als ich kam vom Bett in diese Schale geschwungen. Inzwischen ist eine zweite Patientin in ihrem Zimmer. Eine Frau, die mich sofort an Lotti Huber erinnerte. Sie liegt, mit stark nachgemalten Augenbrauen, mit einem sehr auffälligen Oberteil wie eine Diva im Bett. Im Zimmer in riesigen Vasen Blumen, ebenso auf einem schwarz-goldenen Tierfuß stehenden Blumenständer neben ihrem Bett. Mama registriert die Frau gar nicht. Ich habe Mama nach unten auf die Terrasse geschoben. Kaffee und Bienenstich für mich. Mama wollte nichts. Mit einer ehemaligen Kollegin 10 km Wanderung um den Weßlinger See gemacht. Zum Friseur. Kürzer und seitlich schmäler, in gut einer halben Stunde war der Schnitt fertig.  Ali, sehr erfahren und schnell. Nachmittag kamen die Kinder. Emilia war am Tag zuvor in der LMU wegen ihrem Rücken. Eine Ärztin hat die sehr verspannten Muskeln gelockert. Jede weiß wie weh das tun kann. Ich habe Emilia zweimal mit Aconit Schmerzöl eingerieben. Die Physio wurde verlängert. Ein neues Spiel haben die Kinder entdeckt. Fenster im Treppenhaus aufmachen, unten steht der Werfer oder die Werferin oben der Fänger oder die Fängerin. Der Ball ein weicher Softtennisball. Spiel mit Wörtern und Würfeln, was wir lange spielten, kochen, essen, Tennis spielen, Angerlohe und ein Film am Abend. Am zweiten Tag holte Linda Emilia ab, um sie zu einer Freundin zu bringen. Mit Luis wieder das Wörterspiel mit Würfel gespielt. Leise das ABC aufsagen, Stopp, dann würfeln.  Es war ein E und vier auf dem Würfel, d.h.  vier Wörter mit E. Mit Luis am Abend Doku über Großkatzen in Thailand angeschaut. Nebelparden kannte ich vorher nicht. Am Freitag nach dem Frühstück mit Luis zur Post, zu Hause wieder Tennis und Angelspiel. Mittag holte ihn Linda ab. Nur noch Balkon. Unordnung, schmutziger Boden, nicht sehr sauberes Bad konnte ich gut aushalten. Samstag, erst zu Dennz, dann auf Etappen, mit Pausen zwischendurch die Wohnung gemacht. Da hat sich bei mir was verändert. Kein Festhalten an starren Routinen, es geht auch lockerer. Heute wegen Gewittergefahr nicht nach Possenhofen gefahren mit Gabi. Stattdessen Café und Spaziergang im Waldfriedhof.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

2 Antworten

  1. Ines sagt:

    Du scheinst wirklich viel Pech mit den Öffis zu haben. Herrliches Bild, das du von der Mitbewohnerin deiner Mutter malst. Und wieder eine gelungene Zeit mit deinen Enkelkindern. Toll, dass es möglich ist, dass sie zusammen und auch jeweils allein bei dir eine schöne Zeit verbringen.

  2. Heike sagt:

    Ein Wahnsinn die Fahrt wieder – gerade dieser Tage hatte ich auch einen überfüllten Zug, als wir ausfliegen wollte,. daher umdisponiert. Ich kenne weder Nebelparden noch Lotti Huber – aber eure Spiele sind wieder begeisternd. Schlimm ist das Nachspiel mit Emilias Rücken – oft wundere ich mich, dass trotzdem soviel „Normalität“ möglich ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert