Salzburg, Mama und Magdalena

Ausflug nach Salzburg mit Traudl. In der Getreidegasse Julia, die Bestatterin, getroffen. Apfelstrudel gegessen. Lange an der Salzach gesessen. Bei der Heimfahrt Polizeikontrollen. Linda mit Familie ist im Allgäu, so kommt mir die Aufgabe zu, die Pflanzen in Schrebergarten und  Balkon zu gießen. Viele Stunden auf der Liege mit Klaus Pohls Buch „Sein oder Nichtsein“. Was für mich anfangs fremd und ungewohnt zu lesen war, begeisterte mich zusehends bis zum Schluss. Gießen bei der Hitze ist ein Kraftakt. Gut, dass es einen Schlauchwagen gibt, den ich leider am Freitag, dem 2. gießen nicht in Betrieb nehmen konnte. Keine Ahnung warum ich den Schlauch nicht in das Gewinde bekam. Mir blieb also nur die Gießkanne mit Regenwasser. Gut dass es erst kühle 8.00 Uhr war. Am Feiertag nach Lenggries. Nach Kuchen und Cappuccino zu Mama mit Eva. Mama sitzt inzwischen im Rollstuhl, kann selbst, fast ohne Hilfe essen. Es braucht auch kein pürieren mehr. Schlucken geht beim trinken besser, manchmal nur verschluckt sie sich. Das Verdickungsmittel sollen sie weglassen, schmeckt zwar neutral, hat aber eine geleeartige Konsistenz. Mama hat mich einige Male beim Namen genannt. Sie sah einen Mann sitzen und fragte ob das Papa ist. Wir sind länger geblieben, weil Mama das laue Lüftchen auf der Terrasse so genossen hat. Problemlose Heimfahrt von Lenggries aus. Vormittag am Samstag holte mich Eva ab. Magdalena, die noch unwahrscheinlich viel Zeug im Haus hat, wollte so gegen Mittag, mit ihrem Sohn, dessen Frau und Kind kommen. Eva und ich nutzen die Zeit um auszumisten. Um 14.30 Uhr kamen sie endlich, nach 8 Stunden Fahrt. Nach einer Brotzeit und Kaffee legte sich Magdalenas Sohn im Schatten auf die Liege und schlief ein wenig. Der Bus mit dem sie kamen war brechend voll mit Magdalenas Zeug. Wir haben Magdalena ein Fotoalbum und eine Kette mit einer Perle geschenkt. Sie war wirklich eine Perle, die wir sehr gemocht haben. Heute habe ich die Ablage von Mamas Post gemacht.

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2 Antworten

  1. Beate sagt:

    Deiner Mutter geht es so viel besser- sie ist also gut angekommen im Penzberget Altersheim! Und dann der Abschied.von der langen Betreuung zuhause! Wie gut, dass ihr da eine Perle als Hilfe hattet!

  2. Heike sagt:

    Der liebe Gott hat also noch allerhand mit eurer Mutter vor! Also gilt es, das Beste draus zu machen und die Zeit für euch (nicht nur für sie) so angenehm wie möglich zu gestalten. Offenbar hat er euren eigenen „Anspruch“ aufs Alter nicht mit in der Waagschale geworfen. Ihr Schicksal ist auch das eure. Früher schienen uns Freundinnen mit JUNGEN Müttern beneidenswert… Mit Klaus Pohl ging es mir anfangs genauso. Und wie – Besuch bei Bestatterin? Eine Freundin? Ums Gießen beneide ich dich nicht!

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