Neue Hausärztin, zwei Opas, Frisör in Schwabing, Peergruppe, viele Geburtstage
Montag gehe ich nach der Arbeit wegen der Gürtelrose Nachsorge zu einer neuen Hausärztin, die ich mir aus dem Internet gesucht habe, weil ich mit meinem bisherigen Hausarzt keinen Termin gefunden habe, wo wir beide Zeit haben. Die Neue fand ich richtig sympathisch, sie ist viel näher, nämlich am Roecklplatz, und hat deutlich mehr kurzfristige freie Termine. Ich überlege, ganz zu ihr zu wechseln. Nachteil ist, dass wir ungefähr gleich alt sind und sie mich somit nicht ins Alter begleiten wird. Danach einen freien Abend, weil Linedance in der Sommerpause ist.
Dienstag wegen Regen mal wieder mit Öffis in die Arbeit und danach ins Fitnessstudio. Jedesmal stelle ich fest, dass ich das Radfahren so viel besser als Fortbewegungsmittel finde, das Warten auf den Bus und die Leute nicht angenehm.
Mittwoch erst Yoga, dann Physio. Mein Körper spürt beides den ganzen Tag nach. Mittwoch ist natürlich Mateo-Tag. Wie immer treffe ich, als ich am frühen Nachmittag komme, auf den Ex-Mann, der schon zum Kochen und Essen dort war. Man kann es nicht anders sagen, aber unsere gemeinsame Großelternschaft schweißt uns wieder zusammen. Dann gehen Maja und ich mit Kinderwagen zum Forum Schwanthalerhöhe, wo sie sich bei H&M ein paar Anziehsachen kauft. Zum Abendessen kommt Hubert dazu. Ihn lerne ich jetzt auch von einer neuen Seite kennen, die mir gut gefällt. Er ist auch ganz vernarrt in Mateo und ist begeistert, wenn dieser ihn vor Freude quietschend begrüßt. Ich hätte auch gerne zwei solche Opas gehabt. Ich hatte nur einen, der war zwar lieb, aber hat sich nicht mit mir beschäftigt.
Donnerstag wieder abends allein zu Haus, lesend und glotzend, obwohl nichts Gescheites im TV kommt. Wenn ich abends lese, fallen mir schnell die Augen zu, deshalb surfe ich ein bisschen im Internet, höre Podcast über mein all time- Lieblingsthema Ernährung. 30 verschiedene Pflanzenarten inkl. Obst, Nüsse und Gewürze soll man jede Woche essen und 30 Gramm Ballaststoffe am Tag.
Freitag mittags schon früh Feierabend und zum Frisör nach Schwabing. Der Haarschnitt gefällt mir nur mäßig. Zu Hause mache ich die Haare nochmal nass. Nach dem Frisör schlendere ich durch die Hohenzollernstraße und genieße meine alte Hood, erstehe zwei Anziehsachen. Abends Peergruppe bei Alexandra. Große Vorfreude. Aus verschiedenen Gründen haben wir uns 4 Monate nicht gesehen. Es gibt herrliches Essen von Fanny bereitet, die überaus reizende Tochter von Alexandra. Unsere Themen sind so emotional aufregend, dass ich im Verlauf des Abends noch wie verrückt Gummitiere und Nüsse in mich hinein stopfe und, wie immer, nicht nur mit vollem Kopf, sondern auch übervollem Bauch nach Hause radle, dankbar für die Gemeinschaft von uns Vieren.
Samstag Markteinkauf. Dann noch in die Innenstadt zu Christ, für Jaron eine Goldkette gekauft, die er sich zum Geburtstag gewünscht hat. Er wurde Mittwoch 30 Jahre alt. Zudem für Luisa ein schönes Tagebuch. Sie wurde am Freitag 27 Jahre. Nachmittags ein Taboulet bereitet für die Grillparty am Abend. Unser Nachbar feiert, wie jedes Jahr, seinen Geburtstag an der Isar. Um uns herum massenhaft junge Menschen, die trinken und laute Partymusik hören. Man sitzt auf dem Boden und isst billige Würstchen und Salat. An Einfachheit nicht zu übertreffen, dennoch ein lustiger Abend, den wir bis Eintritt der Dunkelheit genießen. Steifbeinig staksen wir nach Hause, da für alle das lange Sitzen auf dem steinigen Boden ungewohnt ist.
Heute , Sonntag, wahrscheinlich Fitnessstudio, Mateo mit Familie und Tanzen. Ich freu mich schon auf die Sommerpause beim Tanzen.
Diese Überlegung bzgl des Alters von Ärztinnen beginnt also auch schon bei dir. Dennoch – wenn du gut aufgehoben wärest? Manchmal – wie bei Martha – stirbt auch ein jüngerer Arzt plötzlich… Aber natürlich kenne ich diese Überlegung und sie macht Sinn. – Inzwischen muss ich dir mit deinem Bewegungs-, Ernährungs- und Gesundheits“WAHN“ irgendwie recht geben – bei allem Widerstand: Ich lebe ja das Gegenteil und wie sich das langsam rächt, das kann ich auch nicht mehr ignorieren. – Die Großelternschaft – wiesehr hat sich dein Bemühen in der Post-Trennungsphase doch gelohnt! So wunderschön, zwei tolle Opas für Mateo! – Öffis sind ein Alptraum, aber Radfahren unter all den Rasern ist auch nicht mehr das, was es mal war!
Ich mag die Öffentlichen auch so ungern. Radfahren ist immer noch das beste. Linda hat mich heute auch gefragt, wie alt ich unsere Gynäkologin schätze. Ich hoffe sie macht noch lange. Nüsse, Obst und auch Gemüse esse ich mehr als Kräuter. Muss direkt mal mitzählen auf wieviele ich komme.