Heilpraktiker, Glyptothek, Fischladen und McDonalds

Dieser Zug fällt aus. Das war die Anzeige, die mich am Montag an der Donnersberger Brücke erwartete. Brille vergessen, so dass ichbeinen jungen Mann bitten musste auf der App nachzuschauen. Mit der S 3 nach Holzkirchen. Das Ende vom Lied war, dass Eva mich von dort abholte, da ich den Termin beim Hias nicht geschafft hätte. Die Rippenblockade hat sich mit einem chiropraktischen Griff fast gelöst. Ich kann Yogaübungen machen, die vorher nicht gingen. Micha und Nadine holten mich an der Praxis ab, um nach Penzberg zu Mama zu fahren. Spaziergang und anschließend im Café gesessen das allerdings Ruhetag hatte. Zahnärztin, zur Kontrolle! Meine Zahnärztin hat mit Schrecken festgestellt, dass ich im März oder April zur Zahnfleischtaschenmessung hätte kommen müssen. Jetzt wird es August. Bin gespannt ob die Kasse rumzickt. Nachmittag die erste und letzte Lesung von Hamlet. Die Entscheidung, stattdessen die Lehrjahre von Goethe zu lesen, fiel einstimmig. In den Bioladen, mit einem Einkaufszettel. Das Wichtigste habe ich vergessen. Zwischen zwei Regengüssen zu Fuß nach Moosach gegangen. Der Artikel war nicht da. Also ein Schneidergang. Am Abend in die Glyptothek. Kaum angekommen setzte heftigster Regen ein, der uns zum umkehren zwang. Die Kinder um 10.00 Uhr von der Schule geholt und mit zu mir genommen. Sie haben stundenlang gespielt. Luis hatte einen Fischladen, mit einer Riesenauswahl an Fischen. Seine Speisekarte ließ sich sehen. Andy angelt ja und Luis macht immer mit. Er kennt wirklich jede Menge Arten. Emilia hatte eine McDonald’s Filiale. So süß! Selbstgemachte rot-weiße Tüten für die Pommes, Tüten für Hamburger, Cola, Fanta mit Strohhalm auf Papier gezeichnet, Eis in einer Truhe, alles gezeichnet, so echt wie möglich. Spielplatz so lange bis uns der Regen heimtrieb. Am nächsten Tag öffnete der Fischladen wieder, der jetzt auch Suschi (Luis) hatte und Emilia hat ihr Sortiment um Frühstück und Apfeltaschen erweitert. Auf Wunsch von Emilia Spiegelei mit Baccon gemacht, mit starker Rauchentwicklung, so dass der Rauchmelder anging und wir sehr erschrocken sind. Kinder Nachmittag heimgebracht. Den nächsten Tag mit Telefonaten, Lesen verbracht wieder in den Bioladen. Heute Mittag nach Penzberg. Nach Minispaziergang umgekehrt, wegen Regen. In einem Anbau gewartet und mit einer Heimbewohnerin geredet. Später wurde im Café mit Gitarre und Akkordeon aufgespielt. Ich mag diese bayerischen Lieder, keine Folklore. Mama gefällt das auch. Ich habe sie so hingeschrieben, dass sie den Musiker sehen konnte, der mit zwei Löffeln auf seine Lederhose klatschte. Eine Heimbewohnerin, recht fit, erzählte mir viel und sagte sie hofft mich wiederzusehen. Ich soll an ihre Zimmertüre klopfen. Zugfahrt verlief reibungslos.

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Ich könnte mich totlachen! Und nein, wie ist das süß mit den Kindern! Wie lang das wohl noch so bleibt, dass sie so intensiv spielen? Von Luis‘ Angelerfahrungen hat Simon auch geträumt. Allein es war ihm nicht vergönnt. Beim KVR einen Angelschein zu beantragen ohne Zustimmung eines Vaters, egal, ob der verstorben ist – diese Kategoreie gab es nicht! – war derartig hürdenreich, dass ich Mordlust bekam und aufgab.

  2. Ines sagt:

    Im Heim deiner Mutter wird echt was geboten. Nett davon zu lesen. Und die Kindergeschichten sind wieder herzerfrischend. Bestimmt wird der Schreck mit dem Rauchmelder im nächsten Rollenspiel eingebaut.

  3. Beate sagt:

    Ich hab so gelacht über die neuen Geschichten mit den Kindern! Und der Rauchmelder…meine gehen schon gar nicht mehr los- sie sind alle abgefallen deine mutter ist in Penzberg wirklich gut aufgehoben. Was für eine Erleichterung!

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