Glückliches aber kurzes Wiedersehen mit gereiftem Mateo, Tante Helga und Museumsuferfest in Frankfurt
Montag, Dienstag und Donnerstag war nichts, worüber ich berichten könnte. Der normale Alltag, bestehend aus arbeiten und zu Hause sein. Mittwoch dann endlich nach 4 Wochen Pause Mateo-Tag. Er ist ein bisschen reifer geworden, kann sich durchs Zimmer rollen und redet in Silbenketten. Wir haben uns gleich wieder erkannt, kein fremdeln. Zwei mal hatte ich ihn an dem Tag alleine, da Maja zwei Termine hatte. Einmal davon war auch Sören dabei. Dann ist es kurzweiliger als wenn ich Mateo alleine sitte. Sören und ich kochten zusammen. Ich fand es schön, ihn auch mal wieder zu sehen und von seinem Leben zu erfahren, von dem er mir reichlich erzählte. Später kamen Bernd und Hubert und wir gingen noch auswärts im hippen Glockenbachviertel was essen, Mateo in der Trage, saßen draußen auf dem Bürgersteig mit Blick auf die vorbeilaufenden Menschen. Ein Sommerabend in der Großstadt.
Am Freitag fuhren wir mit dem Zug nach Frankfurt, um, wie jedes Jahr Ende August, Huberts inzwischen 89-jährige Tante Helga samt Familie zu sehen und gleichzeitig das Museumsuferfest zu besuchen. Obwohl Frankfurt viel kleiner ist als München, kommt es mir wegen den vielen gigantischen Hochhäusern und dem breiten Main großstädtischer vor. Mir gefiel die Stadt wieder richtig gut. Vier Museen haben wir besucht, bis die Füße platt waren und jeder Schritt weh tat. Die Abende jeweils mit der Verwandtschaft in verschiedenen Konstellationen verbracht. Die Gespräche sind nicht besonders tiefgreifend, aber damit rechne ich nicht. Es sind feine Menschen mit einem starken Familienzusammenhalt. Hubert gehört nicht wirklich dazu, aber sie mögen ihn alle und die alte Tante ist stolz, dass Hubert mit ihr Kontakt hält und sich jedes Jahr auf den Weg macht, sie zu sehen. Jetzt sitzen wir schon wieder im Zug nach München, nachdem wir im Hotel nochmal ausgiebig gefrühstückt haben. Zu Hause werden wir nochmal Maja und Familie treffen, bevor sie morgen nach Italien aufbrechen. Bernd hat einen Monat Elternzeit und scheinbar nutzen junge Familien diese für ausgiebiges Reisen, was ich übertrieben finde. Später gehen wir mit Jaron noch was essen, er ist übers Wochenende in München gewesen. Er soll Taufpate werden gemeinsam mit Bernds Bruder. Die Taufe soll am 9. November stattfinden.
Wie süß! Durchs Zimmer rollen und „Silbenketten“! Nennt man das so? Und ja, das hippe Viertel. Auch das ist nicht das, was wir noch kannten – alles, was Atmosphäre hatte und etwas vom Ursprung in sich trug ist jetzt gehypt. – Dass Jaron Taufpate werden soll freut mich richtig – wie schön für ihn, eine wichtige Rolle zugeteilt zu bekommen. Ein Onkel kann sehr wichtig sein. So wie die Tante Helga, die eigentlich keine ist. Umsowichtiger vermutlich, da es keine „richtige“ Verwandtschaft für Hubert gibt. An eurem Frankfurtbesuch lesen wir, dass schon wieder ein Jahr rum ist! Michaels Tante heißt auch Helga.
Rollen und Silbenketten, in einem Monat passiert soviel. An Tante Helga in Frankfurt erinnere ich mich noch. Hätte auch fast eine Tante Helga, nur hat mein Opa Olga eintragen lassen. Inzwischen sind sog. Glasscherbenviertel auch hip.
Noch was in eigener Sache. Warum wir in Rosenheim gefeiert haben? Weil Andy Rosenheimer ist und seine Eltern dort leben.