Arnstadt, Münster, Düsseldorf
Erst heute komme ich dazu, in unseren Blog zu schauen. Heute habe ich eine Woche Planspiel hinter mir und liege im Bett bei Suzanne und Helmut in Düsseldorf. Ich habe eine Woche Arbeiten in Münster hinter mir. In der Woche davor war ich in Arnstadt, Thüringen gewesen -Auch Planspiele. Und da ein Abstecher nach Kleinromstedt, wo meine Verwandten wohnen. Mein Cousin war mit 89 Jahren gestorben. Seine Töchter und seine Frau freuten sich, dass ich sie wenigstens am Abend der Beerdigung besuchen kam. Wir saßen lange zusammen. Es ist meine Familie väterlicherseits und sie verdient das Wort. Sie waren mir zugetan, freuten sich,wenn ich kam Die Verwandtschaft mütterlicherseits sah mich dagegen als schwarzes Schaf der Familie und behandelte mich auch so.Mein Cousin hatte viel Ähnlichkeit mit meinem Vater. Er war gutmütig, er liebte seine vier Töchter und die Enkel er hatte einen ähnlichen Humor und die gleichen großen blauen Augen, die auch bei allen seinen Töchtern auffallen.
In der vergangenen Woche dann Planspiele in Münster.Dass der Wecker um 6Uhr klingelt, ist langsam ein Problem, ich habe zu wenig und zu unruhigen Schlaf.
Aber jetzt habe ich erst einmal ein paar Tage bei Suzanne vor mir. Und die haben mit einem tollen Theaterabend im Schauspielhaus Düsseldorf begonnen. „Schneesturm“, eine Parabel auf Russland unter Putin. Das Stück ist eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen und wurde frenetisch gefeiert. Ein toller Auftakt für meinen Besuch!
Die Unterscheidung zwischen „Temperaturen“ der väterlichen im Vergleich zur mütterlichen Familie sind wichtig. In dieser Hinsicht ist es ein schöner Besuch gewesen. Um dein allzu strammes Programm beneide ich dich nicht, wenn auch darum, dass du überhaupt noch eins hast. Ich hab die halbe Kritik gelesen, hab dir gleich den Vorschlag geappt, die drei berühmten Schneestürme von Tolstoi, Puschkin und Sorokin zu lesen. Zudem schöne, sympatische Menschen, deine Düsseldorfer!
Mei, was bist du viel unterwegs! Das wäre mir auch zu viel, ich schlafe schon gerne in meinem eigenen Bett. Schön, wenn man Verwandte hat, die sich freuen, wenn man kommt. Und Freunde, die scheinbar genau wissen, womit sie dir eine Freude machen können. Die Kritik, die du geschickt hast, werde ich noch lesen.