Stolpersteine, Impfung und Schuhe

Im Schuhgeschäft blaue Sneakers von Legero bestellt. Weiße bei Amazon für 76,00 € gekauft, kosten im Laden 110,00 €. An der Uni ( da standen riesige Aufbauten für die IAA) ausgestiegen, da Nachmittag Führung vom DGB, „Opfer des Nationalsozialismus“ , Frau Steininger, die auch die Oskar Maria Graf Führung gemacht hat, zeigte uns Stolpersteine, die nur noch auf Privatgrund verlegt werden dürfen, (nach Protest von Ch. Knobloch), Tafeln an Hauswänden, Stelen gab es rund um die Türkenstraße nicht. Ein Mann mit Einkauftrolley, vielleicht obdachlos? schloss sich uns an. Frau Steininger sagte, die Führung ist sowieso kostenlos. Fand ich gut von ihr. Ins Haus gefahren, um für Joanna, die am Mittwoch einige Sachen bringen wollte, etwas zu hinterlegen. Nachmittag zum Augenarzt. Grauer Star ist etwas schlechter geworden und eine leichte Makuladegeneration war feststellbar. Alles nicht tragisch, in einem Jahr soll ich wiederkommen. Nach Schwabing und ins OEZ, keinen Kalender und auch nichts für den Geburtstag von Luis bekommen. Gürtelroseimpfung, der Horror. Nachmittag kam das Fieber und der Schüttelfrost, der Arm tat extrem weh. Am Abend dachte ich es ist aus, eine derartige Übelkeit kam dazu. Geatmet, wie in den Wehen, was irgendwann half. Ohne waschen und Zähne putzen, samt Klamotten ins Bett. Nach 2 Stunden Schlaf aufgestanden, da war es schon besser. Ein Leberwurtsbrot gegessen, Katzenwäsche, Zähne geputzt und weitergeschlafen. Heike hat mich die ganze Zeit mütterlich per WhatsApp begleitet. Am nächsten Tag noch nicht ganz fit, Kopfweh, immer wieder geschlafen. Eva hat Mama besucht. Mama hat zu Eva gesagt, hier ist es schön, da würde ich bleiben. Die Zimmernachbarin von Mama bleibt nicht mehr, sie ist verstorben. Am Samstag war ich wieder ganz fit und bin mit dem Rad nach Pasing. In einem Reformhaus Hausschuhe für den Winter gekauft. Inzwischen fallen die Größen zum Teil so anders aus. Aus Größe 38 wurde 41/42. Die blauen Schuhe im Schuhladen abgeholt. Am Radständer mit einer jungen Frau aus der Nachbarschaft entstand ein interessantes Gespräch über Einschulung, (ihr Sohn kommt in die Schule) Hort, Wohnungsmarkt, fehlende Infrastruktur und Lokale in unserem Viertel. Heute, Sonntag, Spaziergang bei Regen und gelesen. Außer dem Tatort mit fast neuer Besetzung passiert heute nicht mehr viel.

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3 Antworten

  1. Ines sagt:

    OH, du Arme. Wie schrecklich sind diese Nebenwirkungen von der Gürtelroseimpfung. Bevor es mir so schlecht geht, mache ich die Krankheit lieber noch mal durch. Das fand ich vergleichsweise harmlos. Immerhin dauerte der Zustand nur einen Tag. Jetzt kannst du dich über deine neuen blauen Schuhe freuen, und dazu noch weiße von Amazon. Es ist schon verrückt, dass Bestellen über Internet so viel günstiger ist als im Laden zu kaufen. Kein Wunder, dass die Läden nach und nach verschwinden. Viele probieren im Laden an und bestellen dann im Internet. Schön, dass es deiner Mutter im Heim gefällt und dass Joanna jetzt in ihr Haus einzieht.

  2. Heike sagt:

    „Mütterlich“… das rührt und freut mich! Gott sei Dank ist es jetzt überstanden. Mit den Schuhen warst du erfolgreich, gar nicht so einfach! Die Proteste der Frau Knobloch gehen mir sowas von gegen den Strich – seit Jahren. Mir geben die Stolpersteine was, anderswo gibt es sie, ein erkennbares Schuldbekenntnis, sichtbare Erinnerung – nur in München „tritt man diese Menschen mit Füßen“, laut Knobloch. – Frau Steininger verwirklicht sich in den Führungen spürbar – das finde ich super. Auch dass einer „vom Rand“ mitgehen durfte. Eine tolle Arbeit.

  3. Beate sagt:

    Ich habe die zweit Impfung ja noch vor mir, die erste war schon schrecklich…in Arnstadt kümmert sich Jörg, der auch das Planspiel beauftragt, um das Gedenken NS-Zeit. Er sagt, im Kontakt mit den Nachkommen betonen die immer wieder, wie wertvoll die Stolpersteine sind- es gibt ja kein Grab. Jörg hat für seine Arbeit sogar das Bundesverdienstkreuz bekommen. Mich überzeugt das Argument von Frau Knobloch nicht, dass man naja auf die Steine treten würde

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