Wiederaufnahme aller Kurse, unbefriedigender Orthopädenbesuch, 3x Mateo, Arri-Kino, Stimmung pro Herbst

Am Montag hatte ich noch einen freien Tag genommen. Ich nutzte ihn, um meine Sommer- gegen meine Wintersachen im Kleiderschrank zu tauschen. Das ist jedes Jahr der persönliche Beginn der kalten Jahreszeit. Nachmittags hatte ich einen Termin bei meiner Orthopädin. Wie meistens sind diese Termine unbefriedigend, weil ich dauernd dasselbe erzähle ohne das Gefühl, verstanden zu werden und weil es eigentlich keine Therapie gibt, die bei meiner unklaren Problematik hilft. Die Orthopädin bot mir eine Behandlung an, die ich selber zahlen muss, von der ich aber nicht überzeugt bin. Also bleibt alles beim Alten. Nach dem Arztbesuch war ich noch bei Mateo, wobei Maja und ich beide in einer eher lahmen Stimmung waren und das Gespräch zwischen uns auch nicht so recht in Gang kam. Am Abend hatte ich das erst mal wieder Linedance. Es haben 4 Frauen aufgehört und 7 neue Frauen kamen dazu. Die Neuen haben noch nicht so viel Erfahrung, dadurch hat unser Lehrer das ziemlich hohe Niveau etwas zurück geschraubt, da gefiel es mir gleich wieder besser. Im Semester davor hatte ich oft das Gefühl hinterher zu hinken.

Ab Dienstag ging dann wieder der reguläre Alltag los mit Radeln in die Arbeit, Patienten versorgen, Chorprobe, Intervision mit meinen jungen Psychologinnen und nach der Arbeit ins Fitnessstudio. Im Chor proben wir jetzt schon Weihnachtslieder für die bevorstehende Weihnachtsfeier. Auf wunderbare Weise verbesserte sich meine bis dahin negative Einstellung zum Ende des Sommers und plötzlich freute ich mich auf den Winter und die kühle Jahreszeit. Dass die Bäume jetzt wieder so herblich bunt leuchten, trägt auch dazu bei.

Mittwoch wieder Yoga, was meinem Körper von allen Sportarten am besten tut. Danach schnell Hausarbeit und auf zu Mateo. Ich kochte für Maja, Sören und mich ein Kürbisgericht und für Mateo einen Kürbis-Kartoffel-Brei. Mit Sören gut geredet. Seine Freundin ist jetzt sogar bei ihm eingezogen samt Katze, was ich echt schnell finde. Er ist zwar wie immer gestresst von seiner Arbeit, die aus seiner Sicht nicht zu schaffen ist, aber endlich ist er mal aus seiner Einsamkeit heraus und das Zusammenleben mit einem Tier war immer schon sein Ding, er hatte auch als Kind viele Haustiere und berichtete über die Katze mehr und begeisterter als über sein Freundin.

Am Donnerstag war nichts los außer Arbeit und abends im trauten Heim mit Hubert den Abend gestalten, zugegebenermaßen einen großen Teil davon Fernseh schauend.

Freitag muss ich immer nur bis 13 Uhr arbeiten, danach gleich ins Studio. Wir gingen am Abend zu einem unserer Lieblingsitaliener in die Amalienstraße und danach ins Arri Kino in den Film „Amrum“, sehr sehenswert. Wir saßen so gut wie im Gloria Kino mit Begrüßungsgetränk und Bedienung am Platz und massenhaft Beinfreiheit. Erst im Juni waren wir von Föhr nach Amrum gelaufen, was der Hauptdarsteller, ein Junge von ca 12 Jahren, in dem Film auch ein paar mal während des Films gemacht hat, der Film spielte am Ende des 2. Weltkrieges.

Samstag kam Maja mit Mateo zu uns, da Bernd arbeiten musste und sie etwas Unterstützung brauchte, denn Mateo hatte seinen ersten Infekt und war weinerlicher und brauchte mehr Zuspruch. Maja und ich gingen lange spazieren mit Mateo im Kinderwagen schlafend, das hat ihm gut getan. Danach war er fast wieder genesen. Hubert kochte in der Zeit das Essen, Maja hatte sich etwas mit Blaukraut und Knödeln gewünscht. Das von ihm bereitete Rindergulasch mit den gewünschten Beilagen war ein Gedicht. Bernd kam dann auch zum Essen. Als die drei weg und alles aufgeräumt war, fielen wir erschöpft aufs Sofa. Dennoch ein herrlcher Tag und das Gespräch mit Maja war auch wieder lebendiger.

Heute noch mal Fitnessstudio und nachher Tanzen.

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Eine Antwort

  1. Heike sagt:

    Ich genieße es, bei deinen Routinen einfach aufspringen zu können! Mateos Betreuung bleibt ein beneidenswertes Gemeinschaftswerk. Dass das Gespräch mit einer jungen Mutter nicht immer anregend sein kann, daran glaube ich mich lebhaft zu erinnern – damals ich selber die junge Mutter! Dann hat Sören mit der „Neuen“ ein Katzen“kind“, wie schön. Klar, wahnsinnig früh – hoffentlich hat sie ihre Wohnung nicht aufgegeben. – Zum Thema Orthopädie: ich spreche dort meine Probleme nicht mehr an, es sei denn, es ist was gerissen, gebrochen oder stirbt gerade ab.

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