Ende der Vertretung, Traudl und Friedhöfe

Nach der Yogastunde in die Stadt, um für Emilia einen Harry Potter Zauberstab aus Schokolade zu ihrem 11. Geburtstag zu kaufen. Am Dienstag begann die zweite Vertretungswoche im Hospiz. Eine turbulente Woche stand mir bevor. In den 8 Tagen, die ich ausgeholfen habe verstarben 10 PatientInnen. Herr Heller bedankte sich am Ende meines Einsatzes sehr herzlich. Ich bin sehr froh, dass die  acht Tage vorbei sind. Zu Traudl, die auf eine normale Station verlegt wurde, gefahren. Wir wollten ein wenig in das Krankenhauscafe gehen, da wurden wir von einem Pfleger aufgehalten. Sie musste zum Herzultraschall. Der Schlaganfall wurde  durch Vorhofflimmern ausgelöst. Ich haben mehr als 45 Minuten mit ihr gewartet. Bin dann, wobei ich mich mehrfach verlaufen habe, zurück in Traudls Zimmer, um eine Freundin von ihr abzuholen. Zusammen sind wir wieder in den Wartebereich, wo Traudl noch immer wartete. Ich bin dann gegangen. Mit der Tram durch halb München gefahren, um heimzukommen. Dienstag Lehrjahre bei Lioba gelesen. Ich fühle mich zusehends wohler in dieser Gruppe. Am Donnerstag hatte ich kinderfrei. Gelegenheit meinen leeren Kühlschrank bei Vollcorner aufzufüllen. Freitag. Traudl wurde aus der Klinik entlassen. Unsere Reise nach Leipzig habe ich schweren Herzens storniert. Wenn Traudl wieder fit ist wollen wir sie nachholen.  Ich bin zum Nordfriedhof gefahren. Das Grab von unserem Pa konnte ich kaum finden, so zugewachsen war es und mit einem Haufen Blätter bedeckt. Gartenschere und einen kleinen Rechen hatte ich dabei. Auch das Grab von Hildegards Eltern befreite ich von den Blättern und schnitt ebenfalls die Umrandung. Allerheiligen! Zum Untermenzinger Friedhof gegangen. Föhnig war es, also sehr warm. Sehr viele Menschen waren  da. Die Gräbersegnung verfolgte ich nur am Rande. Hin und zurück war ich gut 1 1/2  Stunden unterwegs. Gehen ist gut bei Osteoporose. Heute wollte ich nach Penzberg. Wegen des Regens und den Baustellen auf Mittwoch verschoben. Die Stammstrecke ist wieder gesperrt und ab Seeshaupt gibt es Schienenersatzverkehr. Mittwoch soll es wieder schöner werden. Zwei Stunden mit Inge telefoniert. Danach rief Micha an, längeres, aber kein 2 Stundentelefonat.

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2 Kommentare

  1. Ines sagt:

    So musstest du dich die Woche nicht nur um die vielen Verstorbenen im Hospiz kümmern, sondern auch um die, die schon lange begraben sind. Mir scheint, du hast in dieser Woche sehr viel für deine Mitmenschen getan. Das viele Warten, sowohl im Krankenhaus, als auch auf öffentliche Verkehrsmittel macht mürbe.

  2. Heike sagt:

    Vermutlich musstest du dich hauptsächlich darum kümmern, dass neue aufgenommen wurden – jedenfalls weißt du, was du getan hast. Dank ist immer wie ein warmer Regen und es lebt sich leichter mit ihm als ohne. Jedenfalls ist er keine Selbstverständlichkeit und Herr Heller hat ein Gefühl dafür, ohne dass er der Typ für heiße Luft zu sein scheint. – Gott sei Dank ist Traudl soweit wieder hergestellt – ein Warnschuss in jedem Fall!

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