Timo und Julia, freier Mittwoch, Weinprobe, Dieter und Alexandra, Matinee Volktheater
Bernds Bruder Timo plus Frau Julia übernachteten nach der Taufe letzten Sonntag noch weitere 3 Nächte bei uns. Wir verbrachten den Dienstag Abend zusammen, erst Essen bei unserem Stimm-Inder, danach zusammen Hocken am Küchentisch und lange reden. Die beiden sind sehr offen, Timo ist viel weicher und emotionaler als sein Bruder. Ich mag es, mit diesen jungen Menschen Gespräche zu führen, sie sind so klug und gleichzeitig noch nicht so festgefahren. Den Mittwoch hatte ich mal wieder ganz für mich, denn Maja und Familie verbrachten Tage in Südtirol. Nach dem Yoga hatte ich einen Termin bei meiner Gynäkologin. Danach Stadtbibliothek und dm, alles in Ruhe. Telefonieren mit meinem Vater, der viel zu erzählen hatte. Donnerstag sehr lange gearbeitet, danach nur noch Essen und Couch. Freitag waren wir zu Weinprobe bei unserem Weinhändler, gemeinsam mit unseren Trauzeugen, Nachbarin Barbara und noch 3 weiteren Freunden. Es gab 8 Weine zu verkosten, dazu ordentlich viel Pasta fredda, Käse und Wurst. Auch wenn ich von jedem Wein nur einen Schluck trinke, wirds mir gegen Ende zu viel und die Weine schmecken dann auch nicht mehr so wirklich. Dennoch ein regelmäßiges Event im Jahr. Florence‘ Freund Michael hat ja seine Krebserkrankung vorerst überwunden und war wieder der Alte, der für meine Begriffe zu laut und polternd redet und alles besser weiß. Als er noch schwer krank war, war er mir sympathischer, aber das kann ich nur unter uns sagen. Samstag Markteinkauf und zu KARE, eine kleine Truhe fürs Schlafzimmer erstanden. Am Abend hatten wir Huberts Freund Dieter und seine noch relativ neue Freundin eingeladen. Die beiden passen so gut zusammen und sind richtig gute Gäste, die gerne essen und sich reflektiert unterhalten können, ein toller Abend mit 3 Gängen, deren Vorbereitung bereits den ganzen Nachmittag in Anspruch genommen hat. Heute, Sonntag, dann mit euch im Volkstheater zur Matinee. Das war kurzweilig und von den Darbietungen professionell, besonders die musikalischen Beiträge. Stockdunkel ist es draußen. Gleich geht’s noch zum Tanzkurs. Beim Üben eben hatten wir uns schon wieder in den Haaren. Das kann was werden.
Dein Beitrag lässt vieles in mir anklingen. Weinprobe mit sovielen Weinen und ebensovielen Menschen wäre nichts für mich, es ist so anstrengend, in alle Richtungen zu kontakten. Dass dir das Gespräch mit den jungen Leuten gefällt kann ich gut nachvollziehen. Mir fällt auch auf, dass manche von ihnen sehr gut in der Resonanz sind, zuhören können, nicht sofort von sich sprechen, wenn der andere gerade dran ist. Dass Bernd einen „weicheren“ Bruder hat wusste ich nicht, und wie riesig euer familiärer Kreis ist, fällt mir immer mehr auf – schön! – Die Sache „unter uns“ fiel mir auch auf, bevor du es formuliert hast. Die akute Krankheit, das Leid, adelt, wie man sagt. Es hält nicht unbedingt ewig vor. – Wart ihr beim Tanzen wieder harmonisch? Eigentlich ist so eine kleine Reiberei nicht schlimm – über irgendwas darf und muss es auch Konflikte geben dürfen.
Acht Weine verkosten und wenn es nur ein Schluck ist, für mich gar nichts. Ich weiß von einigen Paaren dass Tanzen Konfliktpotenzial hat.