Maklerin, Tolstoi lesen, Schreibgruppe

Am Montag hätten wir einen Gesprächstermin mit der Trauerrednerin bei mir gehabt. Nachdem Regen auf gefrorenen Boden gefallen ist und Frau Frank aus dem Allgäu kommt, haben wir das Gespräch per Zoom gemacht. Frau Frank hat viele Fragen gestellt, zum Leben unserer Mutter und wie das Leben für uns mit Mama war. Am Dienstag wie so oft, Stress mit dem MVG. Es kam kein Bus, kurzentschlossen in die andere Richtung gefahren, S-Bahn hatte 9 Minuten Verspätung. An der  Donnersberger Brücke die Treppen runter und der BRB nach Tölz fuhr ein. Wir hatten einen Termin bei der Maklerin, bei der Eva schon ihre Wohnung gekauft hat. Noch im Auto rief die Nachbarin an, die von Joanna erfahren hat, dass wir verkaufen. Sie hätte großes Interesse zusammen mit ihrem Vater, der so unsympathisch ist, dass wir nicht mit ihm verhandeln wollen. Frau Pattberg vom Heu (die Maklerin) will erstmal eine Bewertung des Grundstückes machen, deshalb kam sie gestern um ein Gefühl für die Siedlung und das Grundstück zu bekommen. Zu AETAS das große Foto und die CD’s hingebracht. Erste Lesestunde in der Tolstoi Bibliothek. Außer Susanne, aus der Goethegruppe, kannte ich keine, Heike ausgenommen. Ich lese seit längerer Zeit Anna Karenina, so dass mir die Sprache und der Stil Tolstois nicht ganz unvertraut sind. Wenn ich lese oder eine andere Frau laut vorliest fällt es mir schwer mich auf den Inhalt zu konzentrieren. Liegt das daran, dass ich ein sozialer Lerntyp bin? Am besten hören, lesen und darüber reden. Ich will mal testen nur zuzuhören, nicht mitzulesen, wie es eine aus der Gruppe macht. Luis am Donnerstag. Er geht jetzt meistens mit David aus seiner Klasse ein Stück. Ich transportiere auf dem Rad seine schwere Schultasche. Ins Haus mit Eva gefahren, wo wir Frau Pattberg vom Heu trafen. Kurzer Rundgang durch den Garten für das Gefühl. Wir schnitten Tannenzweige ab, die wir auf das vom liegenden Stein befreite Grab legten. Umrandung zugeschnitten, Blätter zusammengekehrt. Danach ins Café, uns aufzuwärmen. Heute Schreibgruppe bei mir, mit besonders berührenden Texten, in dichter Atmosphäre, mit wohlwollenden Zuhörerinnen und einem kulinarischen Ausklang.

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2 Antworten

  1. Ines sagt:

    Ich finde es auch schwer zuzuhören, wenn jemand vorliest und auch nicht leicht den Inhalt zu verstehen, wenn ich laut lese. In der Schule hat es mich total gestresst, wenn ich vorlesen sollte, weil ich es nicht gut konnte. Das wirkt noch nach. Das Haus, euer Haus an jemanden zu verkaufen, den man doof findet, würde ich auch nicht machen. Ich bin gespannt, wie reich du nach dem Verkauf sein wirst. Ich bin durch Hubert auch ungewollt reich.

  2. Heike sagt:

    Besitz belastet – so heißt es. Dass Luis mit seinem Freund geht, freut mich – scheint mir immer der Schlüssel zu einem Glück, das außerhalb der Ursprungsfamilie liegt. Hausverkauf – wie ätzend! Sicher schwierig, wenn man jemanden kennt. Noch schwieriger, wenn man ihn nicht mag. Besser aber letzteres als eine Freundschaft mit Geschäften zu belasten. Interessant, was du zum Lesen sagst und ja, es ist eine Anforderung an die Toleranz. Dabei ist es auch Gewöhnung. Mir war gar nicht bewusst, dass du wirklich NUR Susanne kanntest….

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