Ratingen, frühlingshaft, Schneeglöckchen und Papgeien

Es ist Sonntag und ich warte auf den Zug nach Nürnberg. Diesmal war der Tag zuhause eindeutig zu kurz. Alina hatte mich am Freitag Abend mit einem leckeren Essen empfangen. Es war auch sehr schön, die kleine Lilli zu sehen.Sie ist nach wie vor ein freundliches Baby, kreischt nicht, schreit nicht und lacht sehr viel.
Am Samstag war ich abends mit ihr alleine. Alina ging das erste Mal aus, mit ihrer Freundin ins Kino.
Die Tage zuvor in Ratingen: Birgit fotografiert die Teppiche von Schneeglöckchen und ich sage, es riecht nach Frühling. In der Schule sind die Heizungen aufgedreht, es ist an allen Tagen zu warm. In den Bäumen sitzen grüne Papageien. Der Ortskern von Ratingen ist idyllisch, es gibt viele Geschäfte, die nicht zu Ketten gehören, gute Bäckereien und Kneipen, in denen alte Männer und Frauen mit Strumpfhosen und Hackenschuhen und Pappnasen sitzen Rheinische Fröhlichkeit an Karnevalstagen.
In den Pausen, die ich mit den Schülern mache, geht es ums Abi, den Führerschein und die Feste, die sie feiern. Ein fröhlicher Alltag während in Berlin das Eis alle im Griff hat und- schlimm- in Minneapolis der Kampf um Amerikas Seele ausgetragen wird, in der Ukraine die Menschen bitterlich frieren, weil Putin es so bestimmt und der wichtige Vertrag in Punkto Einfrieren weiterer Aufrüstung der Atomwaffen noch fortgeschrieben wird.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Ein Tag?! Das ist wenig. Hoffentlich kommt bald mal eine Pause. Deine Schilderung klingt so irreal, surreal, witzig von Papagei bis Pappnase, skurril bis unheimlich klimatechnisch und auch tragisch auf die Welt bezogen

  2. Ines sagt:

    Im Vergleich zu Lilli ist Mateo ein anstrengendes Kind. Abends ins Kino könnte Maja noch nicht gehen. Er lässt sich nur von ihr zum Schlafen bringen und wacht noch oft auf. Vom Fasching bekomme ich gar nichts mit. Die täglichen Nachrichten schon, zum Davonlaufen.

  3. Renate sagt:

    Kurze Pause! Ratingen ein Ort mit Geschäften, die nicht zu großen Ketten gehören, Männer in Strumpfhosen und freifliegende Papageien, also nix wie hin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert