Hotels gebucht, unentschlossen und was für ein Sonntag
Den Auftakt der Woche macht Yoga, was diesen Montag ausgenommen gut war. Zwar anstrengend weil manche Asanas ewig gehalten werden sollten. Schon erstaunlich wie steif ich im Laufe der Jahre des Nichtstuns geworden bin. Deshalb und nicht nur deshalb geht’s nach Yoga weiter ins Fitnessstudio. Alle Geräte standen zur Verfügung. Zu Hause gab es die geistige Nahrung. Zu Eva gefahren, ,, meine Hotels für August in Kiel, Lübeck und Rostock gebucht. Mit Eva und Andrea bin ich zwei Tage in Eckernförde, danach werde ich „ausgesetzt“. Eva und Andrea fahren weiter nach Dänemark. Ich freue mich auf die Zeit mit mir in fremden Städten. Lesen in der Tolstoi Bibliothek. Herr und Knecht. Inzwischen habe ich, neugierig geworden durch Susanne, die nicht mehr aufhören konnte zu lesen, die Geschichte fertiggelesen. Der Heimweg zerrte, dank Streik, heftig an meinen Nerven. Die MVG-Minuten sind viel länger, als die Minuten von unsereins. Immerhin hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Herren, der sich zum Schluss bei mir bedankte. An der S-Bahn mit einer jungen Frau ins Gespräch gekommen, Ergotherapeutin im Schwabinger Krankenhaus. Diese Warterei hat schon auch was für sich. Luis war wieder gesund am Donnerstag. Trotz überstandener Erkältung kam er wieder grinsend mit offener Jacke und ohne Mütze aus der Schule. Ich bin vom alten Schlag und glaube ein warmer Kopf ist wichtig. Emilia unterwegs getroffen. Luis hatte keine Hausaufgaben auf, also Fußball gespielt mit ihm. Emilia machte Deutsch, ich saß mehr als Statistin, dabei. Mache ich das oder das, fahre ich dahin oder dorthin. Innerhalb von Minuten ändere und verwerfe ich das Angedachte. Es stresst, ärgert mich, kostet Kraft und frustriert mich. Bei einer Überlegung bleiben gelingt mir ab und zu nicht. Schreibgruppe heute. Dazu will ich nicht mehr viel schreiben. Ich bin sehr froh, dass sich die Situation geklärt hat, jede das ihrige anbringen und auch bewahren konnte. Mutig waren Beide. Gelernt habe ich heute jede Menge, ob anhaltend wird sich zeigen.
Dieses Unentschlossene, was du beschreibst, habe ich an dir noch nie wahrgenommen. Kenne ich auch von mir. Städteurlaub alleine im August. So leicht, wie du mit unbekannten Menschen ins Gespräch kommst, wirst du sicher nicht einsam werden.
Die Zufallsbekanntschaften kenne ich auch von Dodo. Die sagt, an der und der Haltestelle hat sie „Freundschaft geschlossen“. Es erinnert mich auch an Michael, der seinerseits unterwegs mit allen möglichen Leuten spricht – nur ja nicht zu verbindlich. Auch ich habe – wie Ines – deine Unentschlossenheit noch nicht erfahren. Nehme aber wahr – was vielleicht damit zu tun haben könnte – dass du nie mit festgezurrten Vorstellungen erscheinst, sondern dich flexibel anpasst an die Situation oder, wenn es um uns geht, an meine Wünsche. Nie habe ich von dir ein hüh und hott gehört.