Sonnenbrille, Konzert und Geburtstag von Alina

Ich sitze im Zug Richtung Paderborn. Habe zum ersten Mal meine neue Sonnenbrille auf. Über die freue ich mich besonders. Ich hatte noch nie eine, die mir so gut gefallen hat! Der Kauf begann mit einem Zwist im Geschäft. Ich hatte meine normale Brille hingebracht, das Gestell muss einmal im Jahr ins Ölbad. Barbara Hindinger und die Frau von Jonathan haben die gleiche und Barbara hatte mich schon darauf vorbereitet dass es neuerdings was kostet. Und in der Tat legte der Mann hinter der Kasse genau damit los. Ich bestand darauf dass es selbstverständlich eine Leistung ist, die mir beim Kauf als kostenfrei in Aussicht gestellt worden war. Nach einigem hin und her kam die Besitzerin von hinten nach vorne und meinte, das sei selbstverständlich kostenfrei. Nach diesem „Sieg“ meinerseits bestellte ich freudig die Sonnenbrille und wurde ausgesprochen höflich seitens der Chefin beraten.
Lakecia Benjamin, eine Saxophonistin aus New York gab im Bayerischen Hof am Mittwoch ein Konzert. Ich hatte zusammen mit Walter und Hubert Karten gebucht. Die Band spielt tollen Jazz, ich hatte mir schon länger Videos auf YouTube angesehen. Der Raum ist sehr cool,mit Ledersesseln und Barbeleuchtung. Neben mir saß eine Frau, mit der ich mich viel durch Gesten verständigte und mit der ich zusammen lachte, wenn wir die Witze verstanden. Walter, der nicht nur Englisch damals studiert hat sondern auch heute noch jedes Wort versteht, amüsierte sich weniger, er ist so ein Snob. Aber die Musik gefiel beiden Jungs.
Dann stand noch Alinas Geburtstag an, am Freitag, mit Übernachtungsbesuch ihrer Freundin aus Pforzheim und Melissa und Lorenz, die am Samstag kamen. Melissa kam etwas später, sie ist Muslima und war zum Zuckerfest mit ihrer Mutter durch München gezogen und hatte Freunde und Verwandte besucht. Ich war seit Donnerstag mit aufräumen, Blumen besorgen und Lilli hüten sehr beschäftigt. Es war für Alina ein schöner Geburtstag, auf dem auch die Nachbarn alle vorbeikamen. An unserem Klingelschild steht seit gestern „Michl Parussel“ . Das hat so was Endgültiges.

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2 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Deine Tochter wird dir noch etwas erhalten bleiben, schätze ich. Ist ja auch richtig schön bei dir und dazu noch die netten Nachbarn. Gut, dass du dich mit der Brille durchgesetzt hast.

  2. Heike sagt:

    Die erste Hälfte der Woche klingt richtig schick. Dass du Walter als Snob bezeichnest kann ich gar nicht verstehen. Ich würde eher denken, dass er eben einfach nicht lachen kann; jedenfalls habe ich es noch nie erlebt, so selten ich ihn sehe seit – wielange – 45 Jahren? Das mit dem Ölbad ist ja ein starkes Stück und schöne Geburstage bei euch. Vom Zuckerfest war auf meinem Nymphenburger Dialog natürlich auch die Rede!

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