Goldene Herbstage mit Frust und Lust
Am Freitag sind wir mal wieder zum Schliersee gefahren. Endlich mal bei schönem Herbstwetter. Alle Tage die letzten warmen Abendstunden bevor die Sonne untergeht auf der Terrasse gesessen und ein Gläschen Wein genossen. Von Freitag auf Samstag 10 Stunden geschlafen, was ich gar nicht mehr kenne. Am Samstag erst am Haus geblieben und nachmittags mit den Rädern durch die Gegend gefahren, um bei verschiedenen Unterkünften nach Übernachtungsmöglichkeiten für unsere Hochzeitsgäste zu fragen. Das war ziemlich frustrierend, weil fast alle sagen, sie vermieten nur für mindestens 3 Nächte. Danach noch viel im Internet recherchiert, aber auch erfolglos. Heute morgen war Hubert schlecht gelaunt, weil ich mich am Tag davor vor mein Handy zurück gezogen und die Kommunikation mit ihm vernachlässigt hatte. Im Gespräch konnten wir es zum Glück klären, so dass der heutige Tag noch richtig schön wurde. Nach dem Frühstück vom Haus aus losgewandert bis Fischbachau, eine ganz einsame Wanderung durch ein Moor. Dank Ibu konnte ich die 3 Stunden ohne Hüftschmerzen gut durchhalten. Im Klosterstüberl mit lauter Menschen in Bayrischer Tracht ein leckere Mittagessen eingenommen und dann mit dem Bus zurück nach Schliersee. Eben noch mit einer Unterkunft telefoniert, die tatsächlich auch nur für eine Nacht Zimmer vermieten und ein paar weitere angeschrieben. Jetzt bin ich wieder zuversichtlich. Gestern dachte ich, was für eine Schnapsidee, in Schliersee zu heiraten, wenn man keine Zimmer für die Gäste hat. Morgen hab ich noch frei. Übermorgen geht’s zurück nach München und dann bleibt noch der freie Mittwoch.
Die Sache mit den Unterkünften ist echt schwierig. Außer ihr erwärmt alle für einen dreitägigen Kurzurlaub… Das andere: Seit ich selber mein Handy mehr und mehr nutze habe ich einen anderen Bezug. Vorher habe ich allerdings – mehr als jetzt – Menschen verurteilt, die im Zusammensein mit einem anderen ständig ins Handy schauen. Wenn man sich selbst nicht damit oder anderweitig beschäftigt vereinsamt man nebendran. Eine schwierige Übung in der Partnerschaft, wenn man auch noch ein kleines Winkelchen Raum für sich braucht.
Dass das mit den Unterkünften so schwierig ist hätte ich nicht gedacht. Wie heißt das Wort, für, ständig am Handy sein? Daddeln! Bei dir doch sicher eine Ausnahme und wieder geklärt.