Krank

Anfang der Woche war ich jeden Tag in der Landeszentrale. Es gab viel zu besprechen und zu planen. Mein „altes Lieblingsformat“, der Lernort findet vorerst nur in Nürnberg, Berlin und Brüssel statt. Da heisst es wieder Zug fahren. Schöne Pausen hatte ich mit Brigitte, unserer Sekretärin, also Assistentin, wie es jetzt heisst. Wir haben viel Gesprächsstoff, wenn wir gemeinsam beim Mittagessen sitzen und-sehr wichtig-wir sind etwa gleich alt, was sich in Gesprächen über die zu erwartende Rente niederschlägt. Und dann sind wir gleichzeitig krank geworden. Husten und Halsweh. Ach, manchmal ist auch das ganz schön: Im Bett liegen, lesen, Wärmflasche am Bauch und der Regen trommelt an die Fensterscheiben.Dann wieder ein bißchen schlafen, Tee trinken und zur Abwechslung auf der Couch liegen und ein wenig fernsehen.Ich hatte Alina versprochen, mit ihr im Sommer Urlaub zu machen. Sie zieht es in die Ferne: Thailand oder Martinique und Guadeloupe. Mich zieht es nach Frankreich. Gottseidank ist in Thailand Regenzeit und in der Karibik gibt es Hurrikane. Gute Gründe, lieber nach Frankreich zu fahren…Mit dem Auto quer durch das Land, irgendwo sich einmieten und auch ein Zelt im Gepäck dabei haben, wie schön wird das doch sein! Am Donnerstag hat meine Erkältung dann Fahrt aufgenommen. Das war weniger schön, und ab da hieß es nur noch das Bett hüten. An Urlaube mag ich in so einem Zustand am allerwenigsten denken. Was mich aufmuntert, ist ein Podcast vom BR über Karl Valentin und sein Verhältnis zum Kranksein.

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Nur für die anderen: ein Telefonat mit dir hat eindrucksvoll bewiesen, wie arg es dich erwischt hat. Wahnsinn, diese Stimme! – Wenn ich von geplantem Urlaub lese frage ich mich immer, wie das Urlaub sein kann in den alten Rollen, aber auch, ob bei mir was falsch gelaufen ist. Allein, dass man seine „Kinder“ ja nicht mehr zurechtweisen kann und letztlich nie ganz paritätische Verhältnisse herrschen, sondern eine natürliche Hierarchie niegiert und unterdrückt werden und ständig Rücksicht genommen werden muss ist für mich ein Grund, das nicht als Erholungsmöglichkeit zu erwägen – es sei denn für wenige Tage. Jetzt habe ich mich aber weit aus dem Fenster gelehnt und echt angreifbar gemacht – huch! – Und: AltersgenossInnen sind ganz, ganz wichtig, so schön und anregend eine Generationendurchmischung auch ist.

  2. Ines sagt:

    Dass Alina, statt mit ihrem Ehemann, mit ihrer Mutter in Urlaub fahren will wundert mich ein bisschen. Daran, dass sie eine Fernreise vorschlägt, erkennt man, dass sie nicht zu den Grünen gehört oder zur letzten Generation, die würden Fliegen aktuell nicht mit ihrer Überzeugung in Einklang bringen können. Mit Auto und Zelt durch Frankreich hab ich mit meinem Freund als junge Frau gemacht, birgt aber auch viel Konfliktpotential. Bin gespannt , wofür ihr euch entscheidet. Jetzt erst mal gute Besserung, liebe Beate.

  3. Renate sagt:

    Wenn nicht Regenzeit in Thailand wäre würdest du mit deiner Tochter fliegen? Mit dem Auto nach Frankreich, im Zelt mit deiner Tochter. Was mich, wie Ines auch erstaunt. Hoffentlich geht es dir bald besser. Ich wünsche dir rasche Genesung.

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