Mallorca, Flug und mehr Hospiz

Eine Woche Mallorca ging am Mittwoch zu Ende. Ankunft in einer ruhigen Gasse, in der sich unsere Wohnung befand. Sehr plüschig und sehr kalt. Anruf beim Vermieter, Sicherungen alle raus und das Thermostat fing an zu arbeiten. Viele Ausflüge mit öffentlichen Bussen. Ein ausgezeichnetes System, ähnlich wie in Wales und England. Nach Valldemossa, dem Ort, an dem Chopin und George Sand ein Jahr in einer Klause im Kloster lebten. Der Lunge von Chopin tat es nicht so gut wie erhofft, da saukalt. Büsten von Chopin und anderen Personen, von G. Sand keine. Sie war unbeliebt in Spanien, geschieden, in wilder Ehe lebend mit Chopin, geht gar nicht. Teuersten Kuchen unseres Lebens gegessen. 9.50 € und nicht einmal aufregend gut. Am Tag unserer Abreise war mir nicht ganz wohl. Im Flugzeug kurz vor Ohnmacht, mit aufsteigender Hitze. Eva hat gleich reagiert und mir die einzige Tüte mit der Aufschrift “ das will ich hierlassen“ (sinngemäß) gegeben. Danach war die Übelkeit weg, die Magenkrämpfe sind geblieben. Keine Kinder am Donnerstag. Telefonat mit Herrn Linnemann, der um Rückruf bat. Nachfolgerin von Heike ist auf unabsehbare Zeit krank, ob ich mir vorstellen könnte, unten zu unterstützen. Ich kann es mir vorstellen und habe Zeiten genannt. Genaue Vorstellung meinerseits bespreche ich am 1.3. mit ihm. Von longcovid ist die Rede, was bei mir ein recht ungutes Gefühl auslöst. Ewig will ich auf keinen Fall arbeiten und dafür meinen kommoden Rentnerinnenalltag aufgeben. Bei leichterem Wind zu Mama geradelt, bei heftigen Böen zurück nach Hause.

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4 Antworten

  1. Heike sagt:

    Wie öfters Wesentliches schon besprochen, auch die Sache mit dem Hospiz, die mich berührt. Klar beneide ich dich, dass du in „guten Verhältnissen“ geschieden bist und demnach überhaupt gefragt wirst (bzw. wird es so kein Scheiden!), um die wachsende Verpflichtung dagegen nicht. – Ich glaube, George Sand dürfte als Feministin und Intellektuelle überhaupt gesellschaftlich suspekt gewesen sein. Am Ende war sie gar divers?

  2. Heike sagt:

    Wie öfters Wesentliches schon besprochen, auch die Sache mit dem Hospiz, die mich berührt. Klar beneide ich dich, dass du in „guten Verhältnissen“ geschieden bist und demnach überhaupt gefragt wirst (bzw. wird es so kein Scheiden!), um die wachsende Verpflichtung dagegen nicht. – George Sand dürfte als Feministin und Intellektuelle überhaupt gesellschaftlich suspekt gewesen sein. Am Ende war sie gar divers?

  3. Ines sagt:

    Dass die Nachfolgerin von Heike auf unabsehbare Zeit krank sein wird, ist der Hammer. An deiner Stelle würde ich mich auch nur unter deinen Bedingungen darauf einlassen, einzuspringen. Mallorca ist echt gut organisiert mit öffentlichen Verkehrsmitteln etc. Ich war erst einmal dort und total begeistert über die Schönheit der Insel. Schade, dass dein Mageninfekt am Schluss dem Urlaub einen Dämpfer versetzt hat. Und gut, wenn man eine Schwester hat, die weiß, was benötigt wird.

  4. Beate sagt:

    Dass es erst einmal recht kalt war in der Wohnung, ist wohl typisch, wenn man in südliche Länder/ Inseln zu dieser Jahreszeit reist. Aber ihr hattet eine schöne Zeit und habt viel von der Insel gesehen! Du schreibst, Longcovid könnte die Nachfolgerin von Heike haben? Das bedeutet, dass Du dann so arbeiten könntest, als hättest Du „verlängert“? Das klingt, wie Ines schreibt, nach einer gründlichen Überlegung, was deine Bedingungen sind

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