23-04-01-Schreibgruppe, Baby Felix + Sandra – ein Hausarzt, der keiner ist – alles abgesagt: Corona!

Endlich wieder Schreibgruppe, nicht irgendeine, sondern UNSERE! Exqusites Frühstück in Ines schönem Zuhause, vertraute Runde in unvertrauter Umgebung – ich empfand, als würden wir uns im Gespräch näher sein – wie der Hauch eines Anfangs! Ob wir uns des Fastenthemas 2024 annehmen werden? Hubert kam uns mit Sporttasche leichtfüßig entgegen und lief uns im Gehen wieder in die Arme! Mit Luisa konnte ich den Irrtum von Freitag ausbügeln.

Montag. Kälte, ätzender Niesel. Beim Arzt angerufen, weil ich keine einzige Blutdrucktablette mehr habe und wegen Schilddrüse Blut abnehmen lassen, was Dr. Schnur zehn Jahre lang vernachlässigt hat. Ich habe nicht gesagt, weswegen ich „eigentlich“ kommen müsste – aus Angst, gleich wieder einzurücken. Vielleicht lasse ich mich zum Kardiologen oder Neurologen überweisen? Die schlafende Seite darf nicht sein…Weg mit dem Gedanken! – Lily mit Baby-Felix im Tribeca getroffen. Dort haben mich die Kellner gleich einer Geburtstagsgesellschaft zugeordnet – stattdessen sagte ich, nein, heute gehöre ich einer anderen Generation zu!

Dienstag zuerst Arzt. Wieder jemand anders. Seit wir bei Lonzer sind vier verschiedene Ärzte außer ihm. Das hat nichts damit zu tun, zu einem neuen Hausarzt Vertrauen aufzubauen. Mit ihm werden wir nicht warm, also habe ich wieder eine Neue genommen, aber nichts von den Zuständen gesagt, die bei unseren Treffen aufgetreten sind. Überweisung zum Kardiologen erbeten, Blut abnehmen lassen. Tatsächlich soll ich wegen chronischer Blasentzündung (oft ohne die bekannten Akutsymptome, eher anhaltendes Blasen-Unbehagen), doch wieder Antibiotika nehmen (nach Monaten Cystinol und D-Mannose). – Danach erstmals Frauenchor am Harras, wo meine Stimmlage bisher nur von einer Teilnehmerin vertreten wurde. War ok, aber kein Glücksrausch! Kurz bei Michi zum Lagebericht. Dann Tribeca mit Sandra, Exkollegin, die jetzt in Berlin lebt und schon im Februar Terminvorschläge gemacht hat. Wunderschön und anregend! Im Café kennt der Kellner inzwischen schon meine Bestellung. Nach zweieinhalb Stunden überstürzt zu Herrn Diemer aufgebrochen. Ein Tag, so bunt, aber auch übervoll, sodass ich froh bin, am Mittwoch „frei“ zu haben. Nur Nachbesprechung bei der Ärztin. Sage und schreibe: wieder eine andere! Sie hätte mir gefallen, ist aber nur einmal mtl. zur Vertretung aus Murnau da. Hat mir die gestrige alternativlos Antibiotika verordnet, hat die heutige andere Ideen, sieht es differenzierter, fragt ganz anders! Wie in Bereitschaftspraxen: purer Zufall, an wen ich gerate. Danach Friedhof; Fahrrad zur Inspektion; mit Michi Mittagsimbiss.

Donnerstag. Ein Infekt, der sich seit gestern Abend angebahnt hat, zwingt mich ins Bett in Kleists Arme. Erstmals (1804) nimmt K. das Wort „Gemütskrankheit“ in den Mund. – Die Ausstellungseröffnung im Kunstbau heute und eine Verabredung im Mariandl morgen mit Lollos Freundin Monika lasse ich sausen – höchst bange, ob ich bis Samstag fit sein werde. Dodo reist nach vielen Jahren auf zwei Tage an; am Sonntag PalmSchreibe mit kleinem, u.a. durch sie erweiterten Hoszpizkreis. Freitag früh Ursula, um empfangsbereit zu werden. Noch fehlt mir die Kraft für Vorarbeiten.

Bis Freitag wurde klar, dass niemand anreisen wird; alles, alles blutenden Herzens gecancelt. Kein Kleist mehr, nur noch Kopfweh wie blöd, asthmatisches Husten, Ohrendruck, Schnupfen, Halsweh. Wie vorgestern heute, Samstag, nochmal getestet. Also doch Corona! Jetzt ist wieder Zeit für den Einkauf „vor der Tür“ und totalen Rückzug. Meist schlafe ich. Ein herrliches Konzert (Jaroussky) für nächsten Mittwoch mit Renate und Brigitte fällt für mich ebenso flach. Michi geht statt meiner – testet sich bis dahin regelmäßig. Wir sind gottlob diese Woche kaum zusammen gekommen.

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2 Antworten

  1. Ines sagt:

    Wie schade, dass du das Wochenende mit Dodo und all die anderen Treffen absagen musst und natürlich völlig ätzend, jetzt Corona zu bekommen. Dass es bei dir wieder so starke Symptome macht, wo du es doch schon mal hattest, ist gemein. Diese Hausarztpraxis verdient nicht den Ruf eines Hausarztes, wenn immer ein anderer Mensch vor dir steht. Ich hoffe, du sprichst bald in der kardiologischen Praxis vor wegen deiner Beschwerden. Das Tribeca scheint dein dein neues Lieblingscafe zu sein. Wenn du wieder gesund bist, würde ich auch gerne mit dir da hin gehen wollen.

  2. Renate sagt:

    Wie nervig diese ständig wechselnden ÄrztInnen. Der Kardiologe kann hoffentlich Entwarnung geben, was deine Symptome betrifft. Schon wieder Corona, das gibt es doch nicht. Ist doch wieder die Maske angezeigt. Dass du alle deine Vorhaben canceln musstest ist so bitter.

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