Pâtisserie, Blumen und die Effingers

Mit einem Besuch in der Pâtisserie Isabella begann die neue Woche. Ingrid (nicht meine Kollegin), die Zöliakie hat und nur glutenfrei essen darf, hat dieses Café vorgeschlagen. Sandwich war ganz okay, die Zimtschnecke überhaupt nicht mein Geschmack, zäh, aus undefinierbarem Teig, nur mit Messer und Gabel zu bewältigen. Gespräche mit Ingrid sind immer sehr politisch und anregend. Sie ist seit Jahrzehnten Mitglied der SPD und sehr aktiv in ihrer Gemeinde. Im September fahren wir, um endlich, nach 4 Jahren Verspätung, unser 50. Miteinander zu feiern, nach Eisenach/Coburg, mit einem Busunternehmen. Mit Gabi in der Blumenausstellung, die ich ganz hübsch fand, nachhaltig blieb wenig hängen. Die riesige Blumeninstallation, genauer betrachtet, war schon beeindruckend. Kaffee im Café Kreutzkamm. Leckerer, sehr übersichtlicher Kuchen. Am Abend kam der Husten, trocken und nervig. Gleich am nächsten Tag in die Apotheke. Der Schnupfen schloss sich am nächsten Tag an. Emilia abgeholt und in unser Stammcafe Isaak. Bestellung wie immer. Hausaufgaben gemacht, es war ruhig, denn wir waren die einzigen Gäste. Blöderweise ging die Uhr im Café nicht und wir mussten laufen, um Luis vom Kindergarten abzuholen. Er hat, in der Regel, immer Hunger nach dem Kindergarten. Diesesmal wollte er sich nichts aussuchen, weder bei Isaak noch im Backspielhaus. Hat den ganzen Weg, mit Pausen, geweint. Er hatte erhöhte Temperatur. Andy, der in der Firma war, kam bald nach Hause. Ich musste heim. Kammerspiele „Effingers“. Ich fand die Inszenierung recht gut, Eva meinte sie hielten sich sehr an das Buch. In der Pause musste ich gehen, der Schnupfen machte mir sehr zu schaffen, hätte keine zwei Stunden mehr geschafft. Spieldauer insgesamt fast 4 Stunden. Am nächsten Tag alleine im Hospiz, was ich nach wie vor gerne mag. Kopf war schmerzfrei, dank Tablette. Um 12.00 Uhr gegangen, bei strömendem Regen zu basic, bei strömenden Regen auf den Bus gewartet. Zu Hause ausgeruht. Samstag Putzaktion; nach Neuhausen geradelt und alles, was ich mir vorgenommen hatte, erledigt.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

3 Antworten

  1. Ines sagt:

    Trotz Schnupfen und Husten machst du Kinderdienst und Hospizarbeit. Dann ist es hoffentlich nicht zu ätzend. Gute Besserung an Luis. Du könntest Kuchentesterin werden und eine Cafe-Führer schreiben.

  2. Heike sagt:

    Ich stimme Ines zu und bestätige: Selbst mit dem Kopf unterm Arm würdest du antreten. Wir – Michael und ich – sind auch angeschlagen, aber kein Corona. So wie du die Cafés bzw ihr Sortiment beschreibst schmeckt es allein beim Lesen (oder eben nicht!). Effingers sind für mich einfach ein Roman – ich glaube, um nichts in der Welt wollte ich ihn auf der Bühne sehen. Eindrucksvoll habe ich in Erinnerung, welchen Eingriff in die Würde es war, den Juden die Brillen abzunehmen. Wie bei Victor Klemperer. Da war es der Bleistift.

  3. Beate sagt:

    ich kann mich auch nur anschließen, was Heike und Ines schreiben: diese Schilderungen, was ich Cafés angeboten wird, sind köstlich! Hoffentlich geht es Dir und auch dem Luis bald besser!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert