Ein Film, ein Fest. ein Hirschbraten….

Das Schreiben gestern war wieder so wunderbar, dass alles, was ich von den Tagen davor erzählen kann, blass im Hintergrund steht. Kino im Theatiner, bis auf den letzten Platz ausverkauft. Die Giacometties, eine Familie zwischen idyllischer Schweizer-Tal -Abgeschiedenheit und Pariser Großstadtmilieu, von den Zeitläuften geprägt und in den verschiedenen (Alltags-) Moden und Moralvorstellungen oszillierend, berauschend durch die Aufnahmen einer unberührt scheinenden Natur und langweilig durch den monotonen betulichen Singsang der Erzählerin. Mir fielen ein paar Mal die Augen zu… Und da war das Fest von Gabi Meinl, einer Freundin von Gabi, die beiden kennen sich vom Historischen Institut in Rom, damals waren sie Arbeitskolleginnen . Gabi ist unter anderem eine sehr pfiffige Stadtführerin (ich hatte sie regelmäßig für ein Rahmenprogramm eingeladen, wenn ich mit Bundeswehrgruppen Seminare veranstaltet habe)und sie tanzt mit ihrem Mann seit vielen Jahren Salsa. So waren einige Stadtführer und einige Paare auf dem Fest, die Salsatänzer sind. Obwohl ich niemanden kannte, habe ich mich gut unterhalten, es war lustig und alle waren bestens gelaunt. Spät war ich daheim, erst weit nach Mitternacht. Am nächsten Tag kamen Walter, Hubert (der meine Bilder gemalt hat) und Sabine Zintel. Es gab Flädlesuppe und Hirschgulasch mit Rotkraut und Knödeln, danach packte ich mein Spiel „Nobody is perfect“ aus. Walter blühte förmlich auf und lachte öfter laut und gelöst, ich erkannte ihn nicht wieder.Vom Hirsch habe ich noch zwei Mal gegessen, jetzt ist er verputzt und der Wildgeruch zieht langsam aus der Wohnung raus

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Erst beim zweiten Lesen dämmert mir, dass nicht DIE Gabi, DEINE Gabi pfiffige Stadtführerin, gar paarweise Salsatänzerin ist – letzteres konnte ich mir gar nicht vorstellen – sondern die „fremde“, die andere, die gastgebende Gabi muss das sein! Einen Walter, der laut lacht kann ich mir ebensowenig vorstellen – es muss eine Sternstunde gewesen sein. Das Thema „gut unterhalten“ würde sich für einen Schreibimpuls lohnen. Was bedeutet es? Für jede einzelne von uns? Wann und wo „unterhalte ich mich (gut)“? Ich notiere das.

  2. Renate sagt:

    Weder die Gabi, noch die andere Gabi, noch Walter sagen mir was. Schön trotzdem, über das Auftauen deines Bekannten zu lesen. Mich gut unterhalten mit mir unbekannten Menschen gelingt nicht immer.

  3. Ines sagt:

    Die Namen der Menschen, mit denen du dich regelmäßig triffst, sind mir schon geläufig nach den ganzen Jahren, obwohl ich kein Bild von Walter, Hubert oder auch Gabi habe. Diese Koch- und Spielabende mag ich auch. Oft kommen die Stillen beim Spiel mehr aus sich heraus. Ist auch bei meinem Sohn so.

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