Sommerfrische am Schliersee
Seit Montag sind wir in unserem 2. Zuhause in Schliersee und machen Urlaub. Die ersten Tage waren weiterhin geprägt von Huberts Erkrankung mit Husten und eingeschränkter Atmung. Da es nicht besser wurde, war er am Dienstag in München beim Arzt. Der diagnostizierte Asthma, das sich an den Infekt angehängt hatte und empfahl ein Asthmaspray und alles andere an Hustensaft etc. wegzulassen. Inzwischen geht’s ihm besser. Am Mittwoch fuhr ich einmal alleine nach München, um die Balkonpflanzen zu gießen. Die Tage vergehen recht gemütlich, mal im See baden, mal eine kleinere und mal eine größere Wanderung in der Ebene, weil es ansonsten für Hubert und wegen Wärme zu anstrengend wäre. Herrliche Wetterschauspiele mit Wolken und Regenbögen konnten wir von der Terrasse aus beobachtet. Am Freitag kamen uns Florence und Michael besuchen. Zum Glück hatte der von der Chemotherapie sehr geschwächte Michael einen stabilen Tag. Wir saßen lange draußen, aßen, tranken, redeten und beobachteten die Vögel (die beiden sind ausgesprochene Vogelnarren und haben immer ihre Ferngläser parat). Der Tag war besonders schön und die beiden bedankten sich am Abend bei ihrer Abreise überschwänglich für den geschenkten Urlaubstag. Gestern Nachmittag ein paar Stunden bei den Nachbarn verbracht und angeregt gesprochen. Sie berichteten ausführlich von dem Projekt eines Investors in Schliersee ein großes Luxushotel zu bauen, welches durch einen Bürgerentscheid der Einheimischen verhindert wurde. Ich mag die Tage im August am Schliersee, denn es ist, anders als in der Stadt, nie zu heiß, es regnet regelmäßig und trotzdem sommerlich. Ich würde gerne noch länger bleiben, aber der Urlaub ist am Dienstag vorbei.
Für mich das einzig Wahre – in der schönsten Zeit des Jahres mit allem, was es hier gibt, nicht woanders hinzufahren und sich unter die Millionen einzureihen, um dann oft im nass-kalten Herbst zurück zu kommen! Geschenkte Tage, so haben es Florence und ihr Mann auch empfunden. Verträgt Hubert das Asthmaspray? Ich verweigere es ja, abgesehen von wenigen Erstickungsanfällen – dann bin ich froh, es zur Hand zu haben.
Euer zweites zu Hause ist gerade im August ein Geschenk. Ich finde dieses Jahr die Stadt immer noch zu voll. Es gibt eine App, die Vogelstimmen erkennt. MERLIN heißt sie.