Komplizierte Linedance Choreos, Flo und Michael, Auer Dult, Verwandtenbesuch als Pflichtübung, schöne Verbundenheit in Schreibgruppe

Letzte Woche Montag ging der Linedance-Kurs wieder los. Es waren drei neue Frauen dabei, die total überfordert waren, da Wolfgang, der Lehrer, keinerlei Rücksicht auf ihre Fähigkeiten genommen hat und 6 schwierige Tänze wiederholt und dann noch einen megaschweren Tanz neu einstudieren wollte, bei dem ich auch passen musste. Wenn das so anspruchsvoll weiter geht, werde ich nochmal drüber nachdenken, ob ich aufhöre oder einen anderen Kurs belege. Den drei Neuen hat es jedenfalls nicht gefallen. Ich bin gespannt, wie lange die durchhalten. Vor Linedance war ich bei Florence und ihrem Freund, der weiterhin durch seine Krebserkrankung und die Chemotherapie geschwächt ist. Inzwischen habe ich erfahren, dass die Chemo zwar anschlägt, aber wohl nicht ausreichend. Es wird geprüft, ob sie ihm den Thorax öffnen, um die Lungentumore zu entfernen. Sehr risikoreich. Ich hab große Bewunderung, wie offen die beiden damit umgehen und den Mut nicht verlieren. Von Dienstag bis Donnerstag hab ich außer Arbeit und dem üblichen Sportprogranmm nichts gemacht. Abends meist fernschauend oder lesend auf dem Sofa. Freitag war mal wieder Auer Dult mit Hubert angesagt. Dort kaufen wir gerne Haushaltssachen wie Bürsten, Messer oder Gewürze. Eine liebgewonnene Gewohnheit. Danach essen im Solo Pizza, wo nicht nur Pizza auf der Speisekarte steht. Am Samstag hatten wir eine Cousine 2. Grades von Hubert namens Claudia mit ihrem Mann Martin eingeladen. Das ist die Tochter der alten Tante Helga, die wir jedes Jahr in Frankfurt besuchen. Auf den Besuch der beiden war ich nicht besonders scharf, weil ich den Mann der Cousine sehr großkotzig finde (Beratertyp, der Kaugummi kaut und dauernd sehr amerikanisch „okay“ sagt) und wir uns bei dem einen Besuch bei denen vor ein paar Jahren seine grandiose Selbstdarstellung anhören mussten. Jetzt stand also der Gegenbesuch an. Wir waren eigentlich den ganzen Tag mit Einkauf und Vorbereitung des Essens und der Wohnung beschäftigt. Da die beiden das erste mal bei uns zu Besuch waren, sollte alles stimmen. Insgesamt war der Abend schöner als erwartet. Die Wohnung war tippitoppi, das Essen hat ihnen geschmeckt, sie haben bei jedem Gang und beim Alkohol gut zugeschlagen und alles gelobt. Gespräche waren dann auch besser als erwartet. Martin hat sogar ein paar Fragen gestellt und sein Beratergehabe irgendwann eingestellt. Ich hatte gehofft, jetzt erst mal Ruhe vor dieser Verwandtschaft zu haben, fürchte aber, dass die uns bald auch wieder einladen. Sonntag dann unsere Schreibgruppe bei mir. Freundschaft ist ein wichtiges Thema, jede hat dazu Erfahrungen gemacht und eine eigene Definition, ab wann jemand Freundin ist und wie nah es geht. Hubert, mein engster Freund,  und ich hatten über das Thema Freundschaft beim Abendessen auch noch ein gutes Gespräch. Heute, Montag, wieder viel gearbeitet. Danach bin ich immer erledigt. Ich bin auch noch nicht 100 Prozent fit nach der Coronaerkrankung. Nur noch morgen arbeiten und danach den Rest der Woche frei. Und wieder steht ein Verwandtschaftsbesuch an, denn meine Schwester und Mann kommen uns in Schliersee besuchen.

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Eine Antwort

  1. Heike sagt:

    Einerseits beneide ich dich um weitschweifige Verwandtschaft, die ich nicht habe, andererseits würde ich an deiner Stelle auch nicht allzu wild auf überregen Kontakt sein – obwohl es wie du schreibst diesmal schon besser ging mit Großkotz Martin. – Mist – die Auer Dult habe ich vepennt diesmal, ich wollte auch hin! – Wie konnte passieren, dass die neuen Linedancerinnen so hinterherhinken? Stand nicht deutlich „fortgeschritten“ dabei? Das ist frustrierend. Und ja – unsere Männer dürfen wir als Freunde nicht vergessen. Se decken viel ab.

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