Der Neue, beim Italiener und Kaffee in der Sonne
Erster Tag mit Herrn Heller, dem neuen Hospizleiter. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, was unsere Zusammenarbeit angeht. Mit einer Kollegin zwei Stunden durch den Englischen Garten gegangen. Ich soll viel gehen wegen der Fehlfunktion einer Rippe. Tut mir auch immer sehr gut. Wobei ich nicht weiß was diese Rippe wirklich braucht. Es gab Tage da bin ich im Büro, im Café, beim Italiener oder auf der Terrasse von der Lenggrieser WG gesessen und nichts tat weh. Meine Yogaübungen mache ich trotzdem konsequent, ob mit oder ohne Schmerzen. Emilia ist 10 Jahre alt geworden. Zum Kaffee in den Hinterhof geladen gewesen, weil Linda etwas grippalen war und sie mich nicht anstecken wollte. Erst die Horrormeldung aus Amerika und dann schmeißt Scholz den Finanzminister raus. Seniorentreffen der HospizlerInnen beim Italiener. Ohne große Lust hingegangen, auch weil ich nicht laut reden kann und mich das unheimlich stresst. War wider Erwarten kein Thema, da wir alleine in dem Raum waren. Eine Kollegin arbeitet auch noch und will im Mai, wenn sie 77 Jahre alt wird, aufhören. Ob ich auch so lange arbeiten werde? Mit einer Freundin getroffen, mit der es Klärungsbedarf gab. War kein einfaches Gespräch. Gingen dann vereint und Beide sehr froh auseinander. Trüber Samstag. Gerade recht um Cantuccini zu backen, zu lesen, Hörbuch zu hören. Sonntag fuhr ich mit Linda, Andy und den Kindern nach Lenggries. Wir feierten Emilias Geburtstag nach, auf der Terrasse der WG. Wir wollten nicht in einer Wohnung feiern und ein Spaziergang war bei dem tristen Wetter in München auch nicht toll. So kam ich auf Lenggries und Eva schlug vor den Kaffee auf der Terrasse zu trinken. Andys Mutter hat doch Krebs und wir wollten sie auf keinen Fall gefährden, was Viren etc. betrifft. 12 Personen waren wir, die Sonne schien, die Schwarzwälder Kirsch von Andy, der Apfelkuchen von Edeltraud und meine Cantuccini schmeckten, der lange Spaziergang danach war gut um einige Kalorien abzubauen.
Das sind wieder sehr gesellige Zeiten mit Köstlichkeiten, die Du zubereitet hast (wir kennen sie ja schon). Dass die „Kleine“ schon 10 Jahre alt ist… und Du hast einen neuen Chef (klingt gut!!!). ich werde auch noch lange arbeiten, es hält uns geistig fit! Aber bis 77/ gar 80? Alinas Vater ist immer noch dabei, er macht einen sehr fitten Eindruck
Du scheinst – im Gegensatz zu deinem Selbstbild – konsequent in der Umsetzung dessen, was dir empfohlen wird. – Was das lange Arbeiten betrifft kann man auf eine innere Stimme hoffen, um nicht irgendwann von außen angestupst zu werden – siehe Birgitta oder schlimmer Biden! Manche schaffen es bis ultimo, doch kommt zuweilen Einsicht und Selbstkritik abhanden. Eine tolle Möglichkeit, aber nicht um jeden Preis. – Diese schöne Familie, in der alle zusammenhalten! Und welchen Eindruck macht Edeltraud?
Bis 77 werde ich auf keinen Fall arbeiten. Ich überlege mir jetzt schon, ob ich nicht mit 63 aufhören soll. Schöne Idee die Feier draußen zu machen. Bisschen wie zu Coronazeiten. Bin gespannt, wie sich dein neuer Chef macht.