2026-04-11- Österlicher Chorauftritt – Schulter der Nachbarin – Inselmühle mit Renate, Würm mit Michael, Schriftkunst mit Beate – falscher Handstaubsauger – bestürzende Nachricht

Ostern ohne Kinder sinnentleert – Auferstehung schwierig. Am Sonntag hat Michael mich bis Christkönig begleitet. In diese Kirche strömen die Menschen nur so. Papst Franziskus soll 2016 Maria Magdalena aus ihrem über Jahrhunderte aufgebauten Image der Sünderin herausgeholt und dem Rang der Apostel gleichgestellt haben. Höre ich zum ersten Mal.

Hinterher bei meiner Nachbarin reingeschaut, die sich die Schulter gebrochen hat, deren Wohnung nach monatelanger Entrümpelung betretbar ist. Sie hat Hilfe, aber mit einem täglichen Mittagessen wäre ihr gedient. Montag – Ente, Knödel, Blaukraut eingerechnet, da sagt sie, für heute, morgen usw ist vorgesorgt. Da wird’s schon umständlich, bevor es losgeht. Sie hat sich aber wahnsinnig gefreut, als ich vorbeikam und fühlte sich durch Gespräch belebt, wie sie sagte.

Montag früh aufgestanden. Stimme aufgewärmt, gelaxvoxt, mmm–nnn—ngo—o…in den Kopf, nicht in die Brust, Zähne auseinander, Lippen geschlossen bis zum ngo. Trrrrrlalalala, Halllleluja…. Chorauftritt für mich Premiere. Susanne kam mit Mann; Lioba; Marthas Mann und Söhne; auch Michael. Kirche schwach besucht, der Gottesdienst gegenüber Christkönig ein Trauerspiel – unsere Bläser arg dominant, hat man uns überhaupt gehört? Jedenfalls hat’s Spaß gemacht. Durch die Hand insgesamt in Fehlhaltung, sticht es bis in die Schulter. IBU zusätzlich zum Voltarenverband. Kurz ausruhen, dann mehr Sit-in als Spaziergang mit Renate an der Würm und in der herrlichen Inselmühle, wohin ich immer schon wollte. Wunderschön rundes Gespräch, das Wasser außenrum, Labsal!

Dienstag will ich bei strahlendem Wetter Frühlingsputz machen, münde aber ins Wilhelm-Meister-Protokoll ein, drücke mich, wie soll ich auch mit der Hand, soll ich Staub schlucken statt Sonne tanken? Michael unterwegs, ich mache nichts aus meiner „Freiheit“.

Mittwoch. Diesmal stimme ich Michaels Vorschlag zu einem Ausflug zu. Prophylaktisch Magnesium und IBU und los geht’s in den Frühling. Von Lochham entlang der Würm zur Blutenburg. Leider hatte die Schlossschänke zu. Wir wollten die Zusage der AOK zu Michaels Familienversicherung feiern, um die ich solang gekämpft habe. Zuletzt hatte er quasi 3,50 zuviel Rente. Jetzt aber wurde die Bemessungsgrenze um ein paar Euro gehoben. Nach erneuter 3-maliger Runde wie berichtet kam eine Mitgliedsnummer. Ohne „herzlich willkommen“, aber etwas von „seit ’95“ waren wir zunächst nur „vorsichtig optimistisch“. Jetzt aber ist es verifiziert. Michaels Rente wird nicht mehr restlos von der privaten Krankenversicherung geschluckt. Toll! Hoffentlich wird die Familienversicherung nicht im Sommer abgeschafft.

Donnerstag wieder zum Spaziergang aufgerafft, diesmal in neuen BarfussWinterSchuhen, deren Lieferung fünf Wochen gedauert hat. Hinterher – leicht spannungsgeladen, weil ausnahmsweise gemeinsam – überstürzt gekocht, diesmal für Bettina mit, die mittags kurzfristig mitteilte, dass sie heute was braucht. Grrrr. Da muss ich mir was überlegen. Von Renate traurige Nachricht vom Tod einer beinah vergessenen Exkollegin bekommen, bedeutend jünger als wir. Wenn jemand stirbt, steigen unwillkürlich Erinnerungen auf.

Freitag. Erbaulicher, inspirierender Ausflug auf Beates Anregung in die Pinakothek der Moderne: „Sweater than honey – a panorama of written art“, mit Raum und Zeit für Austausch über „Kunst und Schrift“, Musik, Erfahrung mit dem Lernen von Instrumenten, Japan, Gebärdensprache, dann Cafe, aus dem wir aufgrund Geräuschkulisse Richtung Foyer flüchten, um unter den originellen Skulpturen zu wandeln, mit denen es bevölkert ist. Hat die Inspiration das Zeug dazu, ins Konkrete zu münden? In welcher Weise? Werde ich mich wieder dem Klavier zuwenden? Mich von irgendeiner der gesehenen Ideen anstiften lassen? Den ein oder anderen Satz ins Leben überführen, beispielsweise als Schreibimpuls aufgreifen? – Endlich ist mein ersehnter Handstaubsauger gekommen, der – obwohl Testsieger – derart sperrig zu handhaben ist, dass ich ihn vielleicht zurückschicke. – Ziemlich mitgenommen momentan von der Deutschstunde. – Schöne Tulpensträuße zu Hause. – Samstag. Heute koche ich mit Ableger für Bettina, backe, merke, dass ich nicht mehr alles gleichzeitig hinbekomme, schon gar nicht reden. Handstaubsauger etwas ausführlicher probiert. Geht schon.

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