20-07-24-CoTaBu-Ein Tag für nichts und wieder nichts – keine Lust auf Fabian
Heute habe ich den Tag in Selbstzerfleischung vertan. Wollte mit Michael rausfahren, wir konnten uns dann beide zu nichts aufraffen; jeder hätte den Kick des anderen gebraucht. Essen, das schaffen wir immer. Giovanni. Sonst nur in die Luft geschaut. Keine Bewegung; keine Zeitung gelesen, kein Bett zurechtgemacht, keine Wäsche gewaschen, nichts aufgeräumt, nichts geputzt, nichts gesaugt; nichts gelesen bis zum Abend. Da habe ich mich dann gezwungen, über den Anfang der „rechtschaffenen Mörder“ hinauszulesen, Buch von Gregor, fing so gewollt lustig an, das kann ich am wenigsten leiden, einer, der ein Lesender werden will, nichts als in und für Bücher zu leben. Nach den ersten 20 Seiten wurde es jetzt doch lesenswert, kurzweilig, sprachlich oder wenigstens in mancher Wortwahl verblüffend und erfrischend und ich habe bis zum Abendprogramm gelesen und bin vor dem Film über eine männliche Hebamme versumpft, den ich schon kannte. Doch. Karten bei DM abgeholt mit einem Foto, einem Text und einigen Haiku meiner letzten Aetas-Gruppe. Sehr schön geworden – leider drei Schreibfehler darin verbockt, die ich äußerst ungeschickt von Hand ausgebessert habe. Abends zum wiederholten Mal Anruf von Fabian. Ich bin wieder nicht hingegangen, kann einfach nicht. Hatte ja vor Wochen eine Einladung zum Schreiben, hatte geschrieben, keine Reaktion gekriegt und jetzt ist der Ofen gerade gründlich aus. – Etwas für meinen morgigen Schreibworkshop mit den Ehrenamtlichen vorbereitet. Fühle mich natürlich schlecht und schuldig, Fabian jetzt die kalte Schulter zu zeigen. Hab geappt, dass ich keine Zeit habe. Was ist schlimmer? Zusammenrasseln oder abblitzen lassen?
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