20-08-22-CoTaBu- Schwimmen vor Wetterumschwung – Booklooker- und Leserausch – Mond und Simon

ISBN eingeben. Gewicht. Maße. Erscheinungsjahr und -ort. Auflage. Kategorie. Bild übernehmen, ja, nein. Beschreibung (oder bereits vorliegende übernehmen?). Preis (Einsicht ins Vorgängerangebot). Porto übernehmen wie üblich oder andere Portoart? Alle Bücher, die ich in die Hand nehme, prüfe ich daraufhin, ob ich sie abgeben möchte. Stelle sie so in die diversen Regale, dass ich sie – bei Bedarf bzw. Nachfrage – auch wiederfinde. Stelle die (vielen), in die ich noch reinlesen will, griffbereit. Lese schon stundenlang im Avi Primor und lerne die Entstehungsgeschichte Israels. „Man“ weiß das, ich aber vergesse alles. War es Michael, der mich fragte, wieso ich dann eigentlich lese? Meine erste „Käuferin“ reagiert nicht mehr, hat auch nicht überwiesen. Fehlzündung? Bisher habe ich 28 Bücher eingestellt, manche in der leisen Hoffnung, dass sie bleiben. Vielleicht kauft sie niemand, dann habe ich es immerhin versucht. – Frühschwimm. Sobald wir ein paar Minuten später dran sind – um kurz nach 8:00 – werden schon Stühle aufgeklappt und kommen die Kühltaschen. Heute auch die Müllaufsammler. Ich habe mich beschämt gefühlt, als hätte ich all den Unrat dagelassen. –  Das Wetter hat umgeschlagen, es ist frisch und hat geregnet; keine Lust, nochmal zu Michael zu gehen. Allein hole ich mir meist aus der Gefriertruhe eine Maultasche und einen Leberknödel, verspeise das als Suppe. Wenn ich das eines Tages nicht mehr sehen kann muss ich mir was anderes einfallen lassen. Ich allein vernachlässige mich. Nicht, was die Kalorien, aber was die liebevolle Hinwendung zum kulinarischen Genuss betrifft. Heute bei Michael Küche aufgeräumt, ein wenig unteren Bereich gesaugt. Daran erkenne ich aufkeimende Lebensgeister. Bis zu mir reichen sie noch nicht. Aber: ein wenig gebügelt, ein winzigwenig gesaugt. Meist liege ich mit Buch. – Nach den Nachrichten hochinteressante Sendung über ein Modelabel in der DDR gesehen. – Gerade steigt ein wunderbarer Sichelmond übern Dachfirst. Mond, Samstag und Simon gehören zusammen.

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3 Antworten

  1. Ines sagt:

    Diese Art die Bücher zu verkaufen wäre mir zu aufwändig. Aber dadurch kommt man seinen Büchern noch mal sehr nah. Ein bisschen wie beim Verkauf von Kleidung, die man jahrelang nicht getragen hat und plötzlich will man sie doch noch mal ein Jahr behalten.

  2. Beate sagt:

    ich habe ein paar Bücher zu jüdischer Geschichte. Avi Primor ist auch darunter, will das Buch nicht missen! Bücher verkaufen fällt mir schwerer als Kleider in die Sammlung bringen. Ich beneide Dich nicht…..

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