20-08-25-CoTaBu- Nachbarn schwärzen meine Mieterin an – kaum See und Grün

Seit Februar war Ruhe mit Augsburg. Heute war ich wieder im Einsatz. Jemand hat an Herrn Reilich, den Mit- oder besser Haupteigentümer, gemailt, haufenweise Kippen lägen unter den Fenstern meiner Mieterin. Andere Male höre ich dagegen, immer seien die Fensterläden geschlossen und sie sei nie da. Ob überhaupt jemand eingezogen sei? Ein baumartiges Unkraut sei in ihrem Beet um die Terrasse gewachsen, dessen Wurzeln den hochheiligen Klinker im Hof anheben könnten: um dessen Beseitigung sollte ich mich kümmern. Heute war ich mit ihr veabredet. Das mit den Kippen weist sie von sich, hatte aber kooperativer Weise schon alle aufgesammelt. Mir fiel auf, dass auch auf und um ihre Terrasse Kippen lagen, aber vielleicht muss sie ihre BesucherInnen noch erziehen. In Kürze wird das Baby krabbeln, dann wird sie strenger hinschauen. Wir haben das Gewächs gekillt. Jetzt muss ein Gärtner die Wurzel zerstören und überhaupt noch einiges vollbringen. Wie letztes Mal war ihr Stiefvater dabei, der Stunden später bereits einen „Fachmann“ an der Hand hatte, der das für 390,00€ erledigen würde: allerdings nur gleich an diesem Donnerstag. Der Hausverwalter kann erst Freitag. Alles muss allseits abgesprochen sein, überall lauern Fettnäpfe wegen Denkmalschutz und Gemeinschaftsbelangen. Telefonate mit Hausverwaltung, Herrn Reilich, Vater, Frau Schöpf. Heute waren die paar Kröten Mieteinnahme wiedermal schwer verdientes Geld. – Morgens um 7:30 bei 14 Grad Außentemperatur hatten wir es eilig, ins Wasser zu kommen. Sonst alles unter dem Augsburgstern. Hab mich an die Zeit erinnert, als ich mit Baby-Fabian in die erste Wohnung zog. Was ich an Fingerzeigen, Zetteln im Briefkasten und Beschwerden aushalten musste, Anzüglichkeiten der Männer, Kontrollen und Anschuldigungen von den Frauen. Fehlende Vorhänge, Verurteilung für den Lebenswandel, es war kein leichtes Leben. Das ist wohl auch heute noch kein leichtes Leben in Augsburg. – Abendspaziergang im Nymphi bei Mückenplage.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

3 Antworten

  1. Beate sagt:

    Oh je, die arme Mieterin! ich hatte in der Hinsicht lange ein schwarz-weiss-denken: Stadt: alle lassensich in Ruhe, wohltuende Anonymität. Provinz: Neugierige, mißgünstige Nachbarn überall.Nein so ist es nicht. Die gegenseitige Kontrolle, gepaart mit Missgunst, findet sich an allen möglichen Plätzen.
    Wie toll, dass Du täglich schwimmen gehst!

  2. Renate sagt:

    Vermieterin zu sein ist auch nicht leicht, ebenso wie Mieterin.

    Bei 14 Grad im See, wow!

  3. Ines sagt:

    Ach Herrje. Mühsames Geschäft, diese Vermietung. Ein bisschen muss deine junge Vermieterin auch noch lernen. Kippen rum liegen lassen fänd ich auch nicht akzeptabel. Ich glaube, du findest aufgrund deiner eigenen Vorerfahrung eine gute Art mit ihr umzugehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert