Homework und die Angst verloren zu gehen.
Tatort vorbei. Jetzt noch schnell schreiben und etwas lesen, dann ist das Wochenende wieder vorbei. Gestern tagsüber Markt im strömenden Regen, dann bei Globetrotter eine warme Jacke für mich erstanden zu horrendendem Preis, danach mit dem Auto zu Kare Kraftwerk nach Sessel für Schliersee geschaut und dort im Lokal sehr fein Mittag gegessen. Den restlichen Nachmittag chillen und am späteren Abend Besuch von Maja, ihrem Freund und dessen Cousin. Zusammen 5 Flaschen Wein getrunken und bis halb 2 zusammen gesessen. Ich mag es mit jungen Menschen zusammen zu sein. Sie sind so lebendig und interessiert und haben noch Lust auf das Leben, das vor ihnen liegt. Heute war dann so unglaublich „schönes“ Wetter. Trotzdem erst mal lange geschlafen und gefrühstückt. Dann in der Wohnung dies und das gemacht, u.a. bügeln, waschen, Schuhe putzen und Telefonieren. Schließlich bin ich dann noch alleine an der Isar spazieren gewesen. Am Flaucher waren sogar Leute in Badesachen oder ganz nackt und sind in die eisige Isar gegangen, meist nur bis zum Knie. Viele Menschen haben den Tag ausgenutzt, und sind in Gruppen oder paarweise spazieren gegangen. Die Stimmung war so, als wnn es der letzte schöne Tag sein wird. Da ich keine gute Orientierung habe, ist es immer ein kleine Mutprobe, vom Weg abzuweichen und irgendwo lang zu gehen, wo ich noch nie war. Auch heute hab ich mich ein paar mal überwunden, andere Wege zu gehen. Mit Hubert zusammen kann ich mich immer auf seine gute Ortskenntnis verlassen, dann passe ich auch nicht besonders auf den Weg auf. Alleine kommt meine Angst mich zu verlaufen. Das ist mir als Kind mal in Schweden passiert. Ich dachte, ich finde meine Eltern nie wieder und war so unglaublich verzeifelt. Die Eltern haben mich gar nicht vermisst, weil sie dachten, ich sei mit einer anderen Gruppe unterwegs. Während ich jetzt darüber schreibe, wird mir erst bewusst, dass hier wahrscheinlich der tiefere Grund für die Angst liegt, verloren zu gehen. Am Abend haben wir Thailändisch gekocht und ferngeschaut. Der Tag war schön insgesamt. Ich wohne jetzt 6 Monate hier in der Schwaneckstraße. Es fühlt sich immer mehr wie ein Zuhause an.
Diese Orientierungsarmut ist auch für mich ein großes Probelm, das mich zwingt, hinterherzulaufen; mir fällt auch auf, dass ich mir Orte und ihre Kennzeichen nicht einpräge; manchmal glaube ich, in diesme Bereich vollkommen ubterbelichtet zu7 sein. Und: 5 Flaschen Wein ist gewaltig!.
Wenn ich alleine gehe bin ich orientiert, wenn jemand dabei ist verlasse ich mich total auf den oder die
mit mir gehen.