20-12-05-CoTaBu-Ein Glück: Literarisches Stelldichein
Ich bin durchdrungen vom gestrigen „dîner littéraire“ bis beinah Mitternacht im reduzierten Kreis mit Lammhaxe, Semmelknödeln, Gemüse, Bohnensalat und Nachspeise aus gebackenen Äpfeln mit Zimtstreusel. Dazu flossen „Schampus“ und Rotwein literweise. Unterschiedlichste Texte wurden gelesen, Kochrezept vom verstorbenen Wolf aus Umbrien; Pettersons Weihnachtsbesuch, Brechts „Paket des lieben Gottes“, Anne Frank (die neuerdings bei den Querdenkern zum Vergleich herangezogen wird), zwei norwegische Kurzgeschichten; Mascha Kaleko. Beim Essen vier 80 x 80er Tische zusammengeschoben. Die Platzierung der Sessel und Stühle gewährte mühelos Abstand. Wolldecken bei regelmäßigen Lüftungen, Sterillium zur Hand. So bin ich heute ein glücklicher Mensch. Als Beate anrief für einen Spaziergang habe ich mich sehr gefreut, war aber mit Michael verabredet und deshalb mit ihm bei Niesel durch den durchsichtigen Park gegangen; ein „Ausflug“ wurde es nicht, weil es zwischenzeitlich kräftig anfing zu regnen. Jetzt bleibt noch ein beträchtliches Stück Tages für Papierkram, ein gezielt „schlankes“ Kochen als Maßnahme gegen die Sünden von gestern und – dennoch – „muss“ ich noch Spitzbuben backen. Ich kann nicht anders. Zwei Sorten Plätzchen genügen, die dann auch garantiert schmecken. Sie sollten idealerweise noch auf dem Balkon ruhen. Gemütliche Lesestunden bei Adventstee ohne Beate, stattdessen ausgiebiger Telefonplausch. Soeben fiel mir ein, dass Thomas heute Abend predigt. Sollte ich mich dazu noch aufraffen?
das Telefongespräch mit Dir war heute so belebend und vergnüglich! ich kann gut nachvollziehen, dass es ein Genuss ist, sich über texte auszutauschen und dabei zu essen und zu trinken! Ihr habt ja auch gut aufgepasst: 4 Tische 80 x 80 das klingt sehr gut und ist sicher auch erträglich
Ein Abend nach deinem Geschmack, klingt sehr anregend. Zu wieviel wart ihr denn? Ob du am Abend noch das Haus verlassen hast?
Wir waren vier aus – gewissermaßen – zwei Haushalten.