Flaucher, Weihnachtspost und Anrufe

gestern war ich müde, so müde, als ich abends heimkam. Ich war mit dem Bus zum Chinesischen Turm gefahren . Dort standen viele Leute, große und kleine, mit Pommes, gebrannten Mandeln, Kaffee und Glühwein herum: Ich trank auch einen roten, leckeren Glühwein und machte mich auf den Weg, quer durch den Englischen Garten und immer entlang der Isar bis zum Flaucher. Auf dem Rückweg stieg ich dann am Reichenbachplatz in die U Bahn nach Hause ein. Trotz des langen Spaziergangs konnte ich nicht gut schlafen und wachte am Morgen wie gerädert auf. In der Landeszentrale schrieb ich ich viele Weihnachtskarten an die KollegInnen in den verschiedenen Ministerien und Museen, mit denen ich jahrelang zusammengearbeitet hatte, was im März ja leider ein jähes Ende gefunden hatte. Die neuen Mahnungen und Regeln seitens der Regierung schwebten wie ein Damoklesschwert über dem Telefonat, das ich am Abend mit Hubert führte. Wir hatten vor längerer Zeit ausgemacht, uns am nächsten Wochenende  abends bei mir zu treffen. Ursprünglich hatten wir uns beide sehr darauf gefreut, aber heute reagierte ichhehr verhalten, als er mich anrief, um einen Abend fest auszumachen. Hubert meinte, bald sehen wir uns nur noch per Zoom. Ich bin jetzt ein wenig niedergeschlagener Stimmung. Es ist doch auch wirklich traurig, dass schon ein schlechtes Gewissen geboten ist, wenn ein Treffen in einer Wohnung ins Auge gefasst wurde!

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3 Antworten

  1. Ines sagt:

    Mir war gar nicht klar, dass es an so vielen Orten Glühwein- und Mandelverkauf gibt. Damit ist dann jetzt wieder Schluss.

  2. Heike sagt:

    Diesen Spaziergang mit Glühwein und Isar hätte ich auch gern gemacht. Und ja, sehr traurig, dass diese Instanz sich innerlich auch schon dermaßen festgesetzt hat.

  3. Renate sagt:

    Ein wenig Christkindlmarktfeeling. Wie weit du immer gehst ist beachtlich.

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