Alt sein und viele Schritte

Nach der Serie gestern kamen noch Regisseurin, Schauspieler, Hauptdarstellerin und noch viele mehr zu Wort. Sehr interessant. Deshalb kam ich sehr spät ins Bett und konnte lange nicht einschlafen, denn der Film ging mir sehr nach. Wie die Frauen in dieser ultra-orthodoxen jüdischen Religionsgemeinschaft der Satmarer (habe ich gestern gelernt) leben, ist wie aus einem anderen Jahrhundert. Wie mutig diese Frau mit 19 Jahren war, ist unfassbar. Deborah Feldman, hat die Idee zu dieser Serie geliefert. Es ist ihre Geschichte. Meinen Tag verbrachte ich bei meiner Mutter. Marta redete viel und Mama verstand wenig. Ich musste ihr immer wieder erklären was Marta meinte. Bin dann mit Mama durch die Siedlung gegangen, ohne sie groß überreden zu müssen. Irgendwie ist die ganze Situation schon traurig. Gut, sie ist in ihrem eigenen Haus und es ist sicher die beste Lösung. Trotzdem ist da immer wieder eine fremde Frau und Mama hat keine andere Möglichkeit, als sich dreinzugeben. Wir sind gespannt wie sie den 14tägigen Wechsel der Frauen aufnimmt. Nächsten Freitag kommt wieder Luzie, die Mama sehr mag. Sehr viele Schritte gegangen heute. Mit dem Schrittzähler entwickle ich sportlichen Ehrgeiz.

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Die ewigen Wechsel und die abgeforderten Anpassungsleistungen sind belastend. Dennoch beglückwünsche ich angesichts der Coronalage jeden Menschen, der in den „Genuss“ einer privaten Lösung kommt.

  2. Beate sagt:

    Heikes Kommentar kann ich mich nur anschließen. Im Nachhinein war es für meinen Vater die allerbeste Lösung: die Ungarinnen, die ihn betreuten, haben mit Herz und Engagement gute Arbeit geleistet. Und gerade jetzt, in Coronazeiten, gilt das umso mehr!

  3. Ines sagt:

    Ich glaube auch, dass ihr die beste Lösung für deine Mutter gefunden habt. Wir werden das bei meiner Mutter nun auch in Angriff nehmen, dass eine Person dort mit meinen Eltern lebt. Ein Heim können wir uns alle in der jetzigen Zeit nicht vorstellen.

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