Kalte Erinnerungen

Meine Freundin und ich haben unser heutiges Treffen auf Sonntag verschoben. Sie wollte nicht raus und ich wollte nicht mit dem MVV fahren. Ausserdem war uns Beiden wegen  Schlafmangel etwas komisch im Kopf. Nach zwei längeren Telefonaten bin ich dann rausgegangen. Schön war es  und etwas anstrengend, da zum Teil relativ Schnee auf den Gehwegen lag. Eltern die ihre Kinder auf Schlitten zogen begegneten mir. Mir kamen gleich Erinnerungen an meine Zeit als Kind. Ich war keine begeisterte Schlittenfahrerin und mich fror meistens erbärmlich. Zu Hause war nur die Küche beheizt. In den anderen Räumen war es so kalt, das sich in den Ecken Schneekristalle zeigten. Das Beste war, wenn wir halb erfroren heimkamen, der heiße Tee und das Mettwurstbrot. Erst letzte Woche schwärmte Eva davon. Nach mehreren tausend Schritten bin ich kurz heim. Im Treppenhaus traf ich Herrn Hartmann und wir redeten ewig, bis ihn seine Frau an die Fahrt nach Ingolstadt erinnerte. Nur kurz in meine Wohnung, dann gleich wieder rausgegangen um die 10.000 Schritte zu vollenden. Durch die Angerlohe gegangen, ein weißer Traum. Morgen kommen die Kinder zu mir und wollen Schlitten fahren. Tee habe ich hier, Mettwurst nicht.

 

 

 

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Mettwurst kann noch kommen. Ich denke an deine Geschichte „auf dem Grandl“.

  2. Ines sagt:

    Echt, nur die Küche beheizt?! Das ist ja wie auf dem Land in früheren Zeiten. Ich hab auch als Kind im Winter viel gefroren. Die Kleidung war auch nicht so komfortabel wie heute.

  3. Beate sagt:

    Heute konnte es einen auch mächtig frieren! Es war bei aller winterlicher Pracht doch so eine Kälte, die in die Knochen kriecht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert