Dies und Das

Gestern war ich, abgesehen vom Einkauf, gar nicht draußen. Für das Geburtstags-Zoom-Anstoßen mit Ariane hatte ich mir extra die Haare gewaschen. Dann hat mein Laptop leider rumgezickt und, als ich dem Meeting endlich beitreten wollte, war es schon vorbei. Verpasst. Zum Glück hab ich Ariane dann noch telefonisch ereicht und Heikes Schilderung zufolge war das ganze nicht gerade erbaulich. Nachmittags kam Jaron. Er hatte mir zu Weihnachten ein Puzzle aus 1500 Teilen geschenkt, das haben wir zusammen angefangen. Das ist für meinen Sohn und mich eine gute Geschäftigung, weil man sich auf etwas anderes als das Gespräch konzentriert und das Reden dadurch nebenbei läuft. Dennoch ist mir wieder aufgefallen, dass er nie etwas fragt und von sich aus nichts erzählt oder kommentiert. Das Gespräch läuft ausschließlich darüber, dass ich ihn frage und er kurze Antworten gibt. Ich kann das nicht verstehen und es ist unbefriedigend und einseitig. Ich hoffe immer darauf, dass er mal eine Partnerin hat, die ihn aus diesem In-Sich-Dasein herausholt. Heute sind wir dann mal spazieren gewesen in Thalkirchen. Die Wege oft vereist und ein paar mal bin ich fast weggerutscht, aber trotzdem hat es gut getan, durch die verschneiten Straßen und Parks zu gehen, wo ein reges Treiben von Familien mit Schlitten zu sehen war. Besonders genieße ich am Wochenende das kleine Mittagsschläfchen, das Hubert und ich uns auf der Couch genehmigen. Früher war es schwierig, so eng aneinandergeschmiegt zu schlafen. Jetzt tanke ich dabei regelrecht auf. Mir kommt es dann so vor, als würde ich etwas aus meiner Kindheit nachholen, was ich zu wenig bekommen habe. Gleich setze ich mich noch mal ans Puzzle, dann Kochen, Tagesschau, Tatort und schon ist das gemütliche Wochenende wieder rum..

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Herrlich, so hat jede ihre Dauerbrenner!! In deinem Fall der schweigende Jaron. Vielleicht hat die non-binäre Community Ideen für ihn? Auftanken kann ich mir gut vorstellen. Bei dir Auftanken bzw. Nachholen exclusiver Nestwärme als frühkindliches Relikt, bei mir rez. Verlassensangst und/oder Scham, nicht aktiv genug zu sein.

  2. Beate sagt:

    Das Mittagsschläfchen am Wochenende klingt nach wunderbarer Erholung.So ein großes Puzzle- wo soll das hin, wenn es fertig ist?

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