Besuch gemacht

Viel gibt es nicht zu berichten. Vormittag zum Bäcker geschlittert. Über die kleinen Strassen hier in dem Viertel zu gehen, ist eine große Herausforderung. Sie sind nicht geräumt und sind mit richtig dicken Eisschollen bedeckt. Mittag zu unserer Mutter gefahren. In der Siedlung, in der sie wohnt, bot sich das gleiche Bild, überall Eis. Ich musste mich an manchen Stellen am Zaun festhalten, so glatt waren die Gehwege. Luzie die derzeitige Frau bei Mama hatte extremen Redebedarf. Liegt sicher daran dass Mama wenig redet und die Frauen richtig ausgehungert sind. Für mich ist das immer sehr anstrengend. Eva packt Mama ins Auto und fährt sie spazieren. Luzie macht gerade einen dreimonatigen Kurs zur Sozialarbeiterin. Zumindest hat sie es aus dem tschechischen so übersetzt. Ich konnte nicht genau rausfinden was sie alles lernt. Sie ist auf jeden Fall sehr motiviert und hat alles, was sie bisher gelernt hat, mit bunten Filzstiften in ein Heft geschrieben. Das fand ich so nett und auch rührend. Luzie und Mama begleiteten mich zur U-bahn. Mama hing am Arm von Luzie und ging sicherer als ich. Die Angst auf mein Steissbein zu fallen ist riesig bei mir und verhindert ein lockeres Gehen.

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Die Einfahrt zum Hospiz ist auch spiegelglatt, bei mir vor der Tür wird es besser! – Frechheit, was sich alles Soziale Arbeit nennen darf! Ich komme gleich und stecke Reviere ab….Oder soll ich das Fass zulassen?

  2. Beate sagt:

    Am Ackermannbogen ist auch alles spiegelglatt! gestern haben die Kinder auf der Strasse Eisstockschiessen gespielt. Heute Tauwetter, fast frühlingshaft…

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