EdG, Schnee und Stendhal

EdG = Ecke des Grauens, wobei ich das Wort „Grauen“ etwas übertrieben finde, für das was damit gemeint ist. Es geht dabei um einen Platz in der Wohnung an dem sich Sachen ansammeln, wie Schrauben, von denen man nicht weiß zu was sie gehören? ein Schlüssel, nur von welchem Schloss,? ungeöffnete Briefe,  ein herrenloser Knopf uvm. Es kann dieser Platz auf dem Fensterbrett, an der Kante der Eckbank und auch eine kleine Schale sein. Jede und Jeder scheint so eine EdG zu haben. Wenn nicht, dann ist Vorsicht geboten. Menschen, die nichts herumliegen lassen, haben etwas zu verbergen. Artikel  aus dem SZ Magazin. So habe ich heute mit Wohlwollen meine zahlreichen Häufchen und EdGs inspiziert und in fast jedem Raum fand sich so eine Ecke, außer im Bad. Heißt das ich habe nichts zu verbergen? Was brachte der Tag heute noch? Spaziergang bei dichtem Schneegestöber, langes Telefonat mit einer Frau aus der ehemaligen Flötengruppe, ein Buch angefangen, dass ich schon Jahrzehnte zu Hause habe, Stendhals „Rot und Schwarz“. Nach vielen Krimis und Gegenwartsliteratur hatte ich den Wunsch in ein anderes Jahrhundert einzutauchen und es gefällt mir sehr.

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Mein Kommentar ist verschwunden. Schreibe also nochmal dasgleiche. So gesehen wäre meine Wohnung selbst eine ganze Höhle des Grauens, soviele Körbchen, Schachteln, Schalen mit ebendiesen möglicherweise so wichtigen Dingen. Täte ich einen Deckel drauf – ich würde nichts vermissen. Die Sache mit dem Verbergen muss ich überlegen. Ich glaube, ich habe auch Offensichtliches zu verbergen. Und wäre das noch ein schöner Artikel für mich? Worüber die Menschens alles schreiben!

  2. Beate sagt:

    Ecken des Grauens -herrlich! meine Lieblingsplätze sind dann die Ecken, wo ich was besonders gut aufbewahren will, um es später verzweifelt suchen zu müssen…Der Schnee draußen liegt hoch, ich bin heute leider nicht dazu gekommen, hinaus zu gehen

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