Telefonrekorde
Heute habe ich viele Stunden am Telefon verbracht. Heike hat es bereits geschrieben, mehr als zwei Stunden haben wir geredet. Danach einen langen Spaziergang gemacht. Vollcorner und Bank. Wieder zu Hause alle möglichen Ideen durchgespielt was ich einer ehemaligen Kollegin in ihr Abschiedsalbum schreiben kann. Eine andere Kollegin hat mich gefragt ob ich für Katharina, die im Februar in Rente geht, auch einen kleinen Text schreiben will. Nach fast 16 Jahren guter Zusammenarbeit ist es mir eine Herzensangelegenheit. Zufrieden bin ich mit meinen geistigen Ergüssen noch nicht. Morgen will ich mich erneut hinsetzen. Meine früheren KollegInnen bekamen immer riesige Alben. Ich habe mir ein kleines Album gewünscht, denn ich habe nicht den Platz und so wäre das Buch unter meiner Kommode eingestaubt. Mit Inge auch ein langes Telefongespräch geführt. Das von Heike und mir konnten wir nicht toppen. Wäsche auf dem Balkon aufgehängt, um den Wind auszunutzen, Minestrone gekocht, Haferflocken mit Zucker abgeröstet für die Nachspeise und Kulturzeit geschaut.
Bis zu den abgerösteten Haferflocken werden alle kleinen Dinge des Lebens gewürdigt. Immer mehr denke ich, du solltest vielleicht doch nicht nur die Kinderpassagen verewigen. Das sage ich, weil ich soeben „Mama, erzähl mal“ bei Bucklooker eingestellt habe, ein Erinnerungsbuch zum Selberschreiben.
Dein Ohr muss glühen nach solchen Marathongesprächen am Telefon. Diese Abschiedsalben verschwinden meist schnell in der Versenkung. Ich würde auch was Kleines vorziehen.
ich habe ja meine stundenlangen Coronagespräche Tag für Tag…. telefonieren ist schon anstrengend, muss aber ab und an mal sein!