Castello, Floskeln und Senfsauce

ich hatte aus dem Castello in Pergine ein Angebot bekommen: Zur Eröffnung im Mai sieben Tage für den Preis von fünf. Alina will unbedingt hin fahren, ich will nur, wenn Barbara mitkommt. Es ist keine Zeit zum Reisen, vor allem ist jegliche Unbeschwertheit dahin. Im Trentino ist die Inzidenz sehr hoch, wenn wir zurückkommen, müssen wir in Quarantäne und Barbara kann nicht zu ihrem Pferd. Weil unser Urlaub dort schon 2020 ins Wasser gefallen war, sitze ich auf einem Gutschein, den ich in diesem Jahr noch einlösen kann, danach verfällt er. Das Telefonieren heute war mit der üblichen Mischung aus einfachen Fragen und empörten Statements über die Unfähigkeit der Regierung versetzt. Ich höre mich mit Floskeln wie „Sie legen zweifelsohne den Finger in die Wunde“, „ein bedenkenswerter Einwand“, bla… die kochenden Emotionen am anderen Ende der Leitung abfedern. Es klappt ausnahmslos gut und am Ende wünschen sich die meisten, ich solle ihre kongenialen Gedanken „nach oben“ kommunizieren. Am späten Nachmittag war ich noch bei Sirena und Janni, habe Kartoffeln und Gemüse mit Senfsauce gekocht. Ein schöner Ausklang des Tages, zusammen sitzen und essen!

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Herrlich, wie du deine Telefonberatung karrikierst! Nach Pergine fahren kommt m.E. nicht in Frage. Ein Gutschein kann, ebenfalls m.E., doch wohl nicht verfallen in diesen Zeiten?! Und köstlich: hier Quarantäne, Corona, Jahrhundertkrise – da Pferd. Mir fallen immer mehr die Menschen auf, denen ein Tier über alles geht.

  2. Ines sagt:

    Du musst ja nicht gleich im Mai den Gutschein einlösen. Später im Jahr wird es bestimmt wieder möglich sein, nach Italien ohne Quarantäne zu reisen.

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