21-07-01-CoTaBu-Narkoleptisch – telepathisch – neurotisch + Conny

Keine Lust, schwimmen zu gehen. Normal dürfte das Wetter nichts ausmachen, wenn einmal Saison ist. Gestern wieder vor der Tagesschau eingeschlafen; ins Bett umgezogen, nachdem Michael mich telefonisch aufgeschreckt hat. Trotz Sonnenschein weitergeschlafen bis früh. Von belastendem Traum (Heide, enge Krabbelwohnung, polnischer Hilfsarbeiter) aufgewacht. Endlich an Fabians Conny gewhatsappt. Seit geraumer Zeit wage ich nicht, das Wort an sie zu richten, weiß nicht wie. Von Jakob weiß ich, dass die Beiden am 1. August auseinanderziehen. Unglaublich traurig, ich glaube, für alle, die die Beiden zusammen kannten. Manchmal ist eine Beziehung nicht zu retten, das kennen wir alle. Die Zwei zusammen – in ihren guten Zeiten – waren überwältigend. Bonnie und Clyde. – Zwei nette Gedankenübertragungen. Vorgestern habe ich Bärbel, einer Ehrenamtlerin geschrieben: falls ihr Mann Lust habe, beim Waldbaden mitzugehen…ich wolle ihm „die blöde Situation ersparen“, dass er mich wieder fragen muss. Amselben Morgen hatte er zu ihr gesagt; diesmal frage ich Heike nicht, er wolle mir – wörtlich –  „die blöde Situation ersparen“ (ein Angebot „eigentlich“ nur für HospizmitarbeiterInnen). Gestern sagte ich zu Gregor, ich hätte am Vorabend Fischstäbchen mit Kartoffelbrei gegessen, wie Jahre (oder Jahrzehnte) nicht. Er wiederum hatte morgens zu sich gesagt, heute wolle er Fischstäbchen mit Kartoffelbrei essen. – Die Aussprache mit Sonja bereue ich. Äußerlich sind wir lieb und „offen“. Sie aber verfängt sich immer mehr. Will „üben“, sich nicht für jede Sekunde abzumelden, sagt jetzt gar nichts mehr. Traut sich nicht mehr, mir zu sagen, wenn der Wecker wegen der Testung abgelaufen ist, den ich nicht höre. Sie wollte sich nicht einmischen. So saß gestern eine Angehörige, die ich vergessen hatte…. Sonja verletzt, verunsichert, übervorsichtig. Ich sage in Zukunft gewiss nichts Ehrliches mehr auf die Frage, ob was anliegt. Wer so drauf ist sollte keine Aussprachen anzetteln. Nachdem alles von allen Seiten durchgekaut ist flüchte ich jetzt in betonte Umkompliziertheit.

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Heute war ich auch so müde, aber nie könnte ich so früh und so viel schlafen wie du. Traurig, dass Conny und Fabian auseinander gehen. Und sehr mysteriös diese Gedankenübertagungen. Und zu Sonja: es hatte sich so gut und konstruktiv angefühlt, eure Aussprache. Jetzt ist sie so verunsichert, dass sie ins Gegenteil fällt. Vielleicht ergibt sich nach dieser Phase das gesunde Mittelmaß.

  2. Renate sagt:

    Gedankenübertragung! Und das gleich zweimal. Was ist denn nur mit Sonja los? Ihr hattet doch, so wie du es beschrieben hast, eine gute Aussprache. Sie will einfach alles 100%ig machen und setzt sich damit so unter Druck. Eine gewisse Lockerheit würde ich ihr guttun, was nicht heißt, schlampig zu arbeiten.

  3. Beate sagt:

    Ach, ist das traurig, dass die beiden auseinandergehen. Unvorstellbar, so eintolles Paar! Wie mag es Fabian gehen

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