21-07-14-CoTaBu-Was, wenn die Luft raus ist, Kahlschnitt und wieder allein

Heute früh war der Sturm vorüber. Jan und Michaela, meine jungen Lieblinge aus Michaels „Pool“ waren schon vorgestern abgefahren – nach einem schönen, gemeinsamen späten Abend. Als ich mit dem Rad zur Arbeit fuhr sah ich sie von hinten zum Auto gehen, wieder einander zugewandt ins Gespräch vertieft. Conny und Rainer waren im Gegensatz zu den beiden Jungen, die den ganzen Tag beschäftigt waren, ganz Besuch. Ihr hattet kommentierend den Nagel auf den Kopf getroffen. So angenehm die Beiden sind: auf sie wartet nichts Eigenes. Bine hatte mir mal vorgeworfen, sie „nur als Absteige“ zu benutzen. Was aber, wenn ich mich mit Programm bedienen lasse!? Michael hat keine Ausweichmöglichkeit und war ziemlich eingespannt. Jakob war gestern mit uns abends Essen und kam dann mit mir, sodass wir noch gemeinsame Zeit hatten. Ihn haben wir heute früh wieder zum Bahnhof gebracht. Zwischenzeitlich fuhren Plassens ab. Jetzt ist Ruhe, wir beide fix und alle. Jemand von der Stadtreinigung hat Michael aufgefordert, sein Grünzeug zurückzuschneiden, Fußgänger könnten sich verletzen. Er war nicht der Einzige, halb Gern ist dabei, Hecken zu stutzen. Michael war so wütend, dass er radikal alles abgerissen und geschnitten hat und sein Eingang jetzt kahl und bloß dasteht, jammerschade. In der Arbeit bin ich nach 1,5 Jahren Corona bar jeder Inspiration. Nächste Woche soll ich in Kostenz einen Nachmittag innerhalb eines Palliative Care Kurses zum Thema Familie und soziales Umfeld machen. Ich spüre, wie die Luft raus ist. Ich sollte konsequent endgültig nein zu Zusätzlichkeiten sagen. Diese Woche habe ich Schonfrist, nächste Woche aber muss ich wieder auf Samtpfoten gehen. Ich hätte mit Renate das sinkende Schiff verlassen sollen. Highligt, als ihre nachfolgende Generation sie heute abholte, schöne, junge Menschen, die in sich rund sind und sich irgendwie zu genügen scheinen.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

3 Antworten

  1. Beate sagt:

    Euer Besuch war in der Tat so zahlreich, dass ich zweimal lesen musste „WER,WIEVIELE; WANN“??? aber es gab Freude und schöne Stunden und dann ist es doch auch wieder sehr gut nach einem Jahr, wo das ganz unmöglich war, an Besuche auch nur zu denken! Und nun wartet die nächste Herausforderung : Konstanz. Danach wünsche ich Dir ein paar Tage ausruhenderweise im Schatten eines Baumes am See

  2. Renate sagt:

    Anregend können Gäste durchaus sein, irgendwann sehnt man sich nach dem Gewohnten. Zumal wenn sie nicht mit vielen Ideen für ihren Aufenthalt kommen. Zum Neinsagen haben wir heute schon gesprochen. Ich bin für die Zukunft dann doch eher optimistisch, dass es dir gelingen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert