Fußpflege, Wände streichen und laute Telefonate
Frühen Termin bei der Fußpflegerin gehabt. Ihr Behandlungsraum, eigentlich mehr ein Kabuff, ist nicht recht einladend. Sie ist schon etwas speziell, aber ich finde sie macht es gut. Von der Podologin direkt zu meiner Mutter geradelt. Gespräch mit Marta mit was wir künftig rechnen müssen. Entwarnung fürs Erste. Sie möchte zwar die Agentur verlassen, aber erst Ende des Jahres und sie wird uns, sobald sie sich für einen anderen Job entschieden hat, gleich unterrichten. Heute hat sie die Küchenwände gestrichen. Sehr unorthodox ihre Arbeitsweise. Gestrichen ohne irgendwas abzudecken, mit der Begründung, dass sie so und so alles putzen muss. Ich habe alle Zierteller, gerahmte Fotos und Spiele entstaubt, den Sisalteppich geflutet, alte Bücher und Zeitschriften entsorgt. Marta hat nicht zügig durchgearbeitet, sondern immer wieder eine Zigarette geraucht und endlose, sehr laute Gespräche auf Tschechisch geführt. Ich habe sie dann gebeten doch etwas leiser zu sprechen, da Mama mich überhaupt nicht mehr verstanden hat und umgedreht. Marta hat dafür kein Gespür, kommt auch nie auf die Idee rauszugehen. Mit Mama Kreuzworträtsel gemacht und gestaunt was sie noch alles wußte. Marta hat sich weiter in der Küche beschäftigt, wieder unterbrochen durch einen Anruf von Peter. Ich bin dann gefahren. Um 20.00 Uhr kam dann das Foto von den fertiggestrichenen Wänden.
Vielleicht war es eine zweite Marta, die heute in einer Sprache, die ich diesem Formenkreis zuordne, auf der Brücke am Kanal derart laut ins Telefon schrie, dass man es sicher bis zum Schloß hörte. Mitten in die beschaulichste Morgenstimmung hinein. Du Glückliche, dass du einen Fuß-Termin bekommen hast!
Dass die Pflegerin auch Wände streicht und die Art, wie sie es macht ist zum Piepen. Das Rauchen und laute Telefonieren in der Tat nervig.