Venedig und die Kröte

Der Campingplatz ist inzwischen fast leer, offiziell ist er schon geschlossen. Nur ein paar vereinzelte Familien oder Paare sind noch da. Heute strahlt der Himmel blau und das Meer, auf das ich gerade schaue, glitzert wie verrückt. Es ist nochmal Strand angesagt. Die Mädels und ich flacken auf den verwaisten Strandliegen und freuen uns, dass es so schön und so leer ist. Hubert wollte ein bisschen Zeit für sich. Er war am Morgen etwas genervt. Der gestrige Tag in Venedig war mal wieder schön. Zum Glück kann Hubert sich gut orientieren, ich würde mich jedes mal verlaufen. An jeder Ecke gibt es was zu entdecken. Ich liebe diese Stadt jenseits der Touristenströme. Man kann sich in völlig leeren Gassen verlieren. Erst haben wir uns treiben lassen, waren dann im Peggy Guggenheim Museum, haben in einer Bar ein Panini verspeist und ein Bier getrunken. Weil mir vom Laufen die Beine weh taten, sind wir dann mit dem Vaporetto durch die Kanäle geschippert. Und später noch in Giardini einen Aperitiv genommen bevor es wieder mit Schiff und Fahrrad nach Hause ging. Später saßen wir noch bei den Freunden auf der Veranda. Auf dem Weg zu uns bin ich fast über eine Kröte gestolpert, die auf dem Weg saß und sich nicht rührte. Meine Krötenphobie hab ich überhaupt nicht im Griff, wie ich an meinem Schrei und dem angsterfüllten Wegrennen gemerkt habe. Die ganze Nacht hat mich das Bild verfolgt und heute war ich noch sehr schreckhaft als ich zum Semmel holen mit dem Rad fuhr.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Oh, da hätte ich dich mal auf Korfu über die Klippen mitnehmen müssen: Da saß ein wahres Monstrum von Kröte im fahlen Mondschein, groß wie ein kleiner Schloßhund. Das glitzernde Meer, das menschenleere Venedig, und ein Hubert, der auch mal seine Ruhe braucht: wundervoll!

  2. Beate sagt:

    So eine Kröte ist wie ein böses Omen: So empfinde ich dergleichen Begegnungen – einfach zum Davonlaufen. ich erinnere mich an so ein Exemplar im Nymphenburger Park, das nicht vom Fleck kam, weil eine Blindschleiche ihren Hax im Maul hatte. Ja, der Sommer ist vorbei und die Touristen kehren nach Hause zurück.

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