22-01-02-CoTaBu-Fensterputz zum Neujahrsauftakt+Überraschungsbesuch

Der Neujahrtstag war bei mir ganz besonders. Mich packte, was mich nie packt, egal welch verdrecktes Fenster mich anschaut, ungewohnter Schwung mit Putzlust. Ich schaffte zwar nicht alle, aber Fenster und Balkontür im Wohnzimmer, Küche und Bad; im Wohnzimmer muss ich sehr gekonnt agieren, um mir keine Bandscheibe oder sonstigen Verrisse zu holen, indem ich meine Marmorfrau im schiefen Winkel vom Fensterbrett hole. Ich muss sie mit einer Drehung ganz eng an mich drücken. Ich habe mich mit ihr auf die Waage gestellt. Es sind nur 17 Kilo!! Gefühlt wiegt sie einen Zentner! Es ist eine solche Wucht, sieht so schön aus! Die Fensterbretter mit ihren Körben und Schachteln voller Krimskrams sind ein eigenes Kapitel bei mir; die werden dann auch durchgesehen. Das neue Jahr kann kommen! Sogar das kleine Gardinchen im Bad mit dem abgezogenen Bett gewaschen UND gebügelt!! Es fühlt sich großartig an und der Unterschied kann keinem Sehenden entgehen. Als ich mich eben mit Tee und Heikes Cookies belohnen wollte klingelte es. Ob Michael mich ausnahmsweise überraschen wollte? Der Briefträger konnte es nicht sein. Es war Günter mit der hochschwangeren Susanna, Mann und Tochter der verstorbenen Vera. Sie blieben drei Stunden, es wurde eine tiefe, spirituelle Stimmung und allerhand Vergangenheit wurde lebendig. Was ganz besonders ist: Vorgestern hatte ich mit Gregor telefonisch Überraschungsbesuche als absolutes No Go besprochen. Ich selber gehe ja nichtmal (mehr) ohne Weiteres ans Telefon. Dann habe ich gesagt: Aber einmal wäre es schon schön, wenn einfach mal wieder jemand klingeln würde! Genauso war es einmal VOR Simons Tod, als auch Günter spontan vor der Tür stand. Auch da hatte ich diesen Gedanken eine Stunde oder einen Tag vorher explizit gedacht. Er sagte, unterwegs habe er zu Susanna gesagt, sowas macht man heute eigentlich nicht mehr.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

3 Antworten

  1. Ines sagt:

    Wunderbar! Zum einen natürlich dein Schwung und deine Energie, die sich beim Neujahrsputz wieder eingestellt hat, nach den energiearmen Tagen zwischen den Jahren. Und dann natürlich so besonders und so überzufällig, die ganze Geschichte um den spontanen Besuch,. Ich finde auch, dass es ein no go ist und man das heutzutage einfach nicht mehr macht. Umso schöner, dass die beiden es trotzdem gewagt haben und ihr so eine gute Zeit miteinander verbringen konntet. und dazu noch in der frisch Fenster geputzten Wohnung.

  2. Renate sagt:

    Manchmal muss nur der richtige Zeitpunkt für einen Großputz abgewartet werden, dann gehts wie von alleine. Das spontan Besuch kam, du vorher darüber gesprochen hast, ist Fügung und deine Wohnung war herausgeputzt für einen Besuch.

  3. Beate sagt:

    Mit Schwung und Großputz ins Jahr 2022! Das klingt ein wenig mühsam und doch sehr lohnend! Ich erinnere mich noch gut daran, wie traurig Du warst, als Vera starb. Euer beider Familien sind sehr verbunden in vielen gemeinsamen Erlebnissen und tiefem Schmerz. Und das Leben geht weiter, einfach so

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert