Papstsegen
So. Wir lesen uns jetzt folgenden Segen durch. Und dann suchen wir uns ein Wort raus, von dem ausgehend wir eine Betrachtung schreiben. Sie darf, aber sie muss nichts mit Corona zu tun haben. ich würde sagen, incl. Lesen 12 Minuten, also bis 16:46. Dann kommentieren wir kurz. Hoffentlich überschlagen wir uns nicht.
Eindrücke von der Gebetsstunde am leeren Petersplatz vom 27.3.2020
„Wir haben vor deinen Mahnrufen nicht angehalten, wir haben uns von Kriegen und weltweiter Ungerechtigkeit nicht aufrütteln lassen, wir haben nicht auf den Schrei der Armen und unseres schwer kranken Planeten gehört“, so der Papst. „Wir haben unerschrocken weitergemacht in der Meinung, dass wir in einer kranken Welt immer gesund bleiben würden. Jetzt, auf dem stürmischen Meer, bitten wir dich: Wach auf, Herr!“, sagte Franziskus mit den Worten des Evangeliums (Mk 4, 35-41), das die Jünger in Seenot zeigt, wie sie den schlafenden Jesus wecken, damit er ihnen hilft.
„Von diesen Kolonnaden aus, die Rom und die Welt umarmen, komme der Segen Gottes wie eine tröstende Umarmung auf euch herab.“
Der Papst mahnte die von der Seuche betroffene Menschheit dazu, „den Mut zu finden, alle Widrigkeiten der Gegenwart anzunehmen und für einen Augenblick unser Lechzen nach Allmacht und Besitz aufzugeben, um der Kreativität Raum zu geben, die nur der Heilige Geist zu wecken vermag“. Konkret rief Franziskus dazu auf, „neue Formen der Gastfreundschaft, Brüderlichkeit und Solidarität zuzulassen“. Er würdigte jene, die sich für eine Überwindung der Krise einsetzten. Ausdrücklich nannte er Ärzte und Krankenschwestern, aber auch Supermarktangestellte, Reinigungspersonal, Betreuer, Transporteure, Ehrenamtliche Helfer und Geistliche. Es seien viele, „die verstanden haben, dass niemand sich allein rettet“.
„Herr, segne die Welt, schenke Gesundheit den Körpern und den Herzen Trost.“
… und jetzt die Welt retten… wenigstens ein bisschen?“so eine Postkarte hat meine Zimmerkollegin auf unsere Tür gepappt. Corona wird die Welt nicht retten, es ist ein kurzes Innehalten, derzeit. Danach geht alles weiter wie zuvor. Aber es wäre so sinnvoll, neuen Mut zu finden, es wäre so schön, das zu retten, was es zu retten gälte, wenigstens ein bisschen…
… ich vergaß zu schreiben, dass mein Kommentar sich auf die letzten Worte bezieht: „..dass niemand sich allein rettet…“