20-04-11-Co-Ta-Bu-Karsamstag

Aufwachen voll von Träumen und keinen mehr greifen können gehört zu den unbehaglichsten und quälendsten Gefühlen, die ich kenne. Sie sind nah und doch unter der Oberfläche verschwunden. Hellblauer Karsamstag mit Taube auf Schornstein, zarte Schleierwolken vereinzelt. Mein Vorhaben, endlich Klarschiff zu machen wurde von einem Anruf durchkreuzt – danach (es war C. für Renate, die wegen kranken Mannes sich selber abgeschottet und jetzt – Betriebsnudel, die jetzt als Krankenschwester zu Hause im Selbstmitleid über ihr verwirktes Leben vergeht) – eine Ostertüte zusammengesucht, an ihre Tür gehängt und dann mit Michael erst missmutig, dann fröhlich geradelt. Durst wurde durch Aperol am Eingang des Botanischen Gartens aus Plasikbechern gelöscht, die hergeradelt wurden zu einer provisorischen Theke/Sperre am Eingang. Als Folgelektüre zu den „Winterbienen“ jetzt „die SPRACHE DER Vögel“ zur Halfte gelesen. Auch Norbert Scheuer, gleiches Strickmuster, schön aber lange nicht so umwerfend. Heute MUSS ich hier was tun. So kann sich kein Mensch erholen. Das Auge will Ordnung (und bekommt sie nicht). Heute will ich ein wenig am Grab machen, ein paar Primeltöpfchen sind verwelkt und jetzt wäre der Tag für bunte Sträuße in Vasen. Übrigens, es ist ja ein Coronatagebuch: Das Revival des Plastiks! Um nichts zu berühren schätzen jetzt Viele wieder Plastik. Jetzt redet man von Corona und nicht von den Schildkröten und Meerestieren, die am Plastik verenden. – Heute bereite ich den Eiersalat zu, so muss Ostern schmecken. Auch ohne Kinder. Auch ohne Simon. Auch ohne Gäste.

Ob er wiederkommt – in meinen hellblauen Sinn? – Traum, ich wart`auf dich!

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