Wochenmarkt-Ritual

Jetzt habe ich 2 Tage nichts von mir hören lassen, Heike hatte sich schon so einige Gedanken gemacht.  Das tägliche Schreiben passt nicht ganz in meinen Alltag, wenn ich arbeite. Ich steh um 6:15 Uhr auf und bin den Tag über sehr absorbiert im Kinderzentrum. Wenn ich abends um 18.30 Uhr nach Hause komme, noch schnell was einkaufe, mit Hubert Abendessen vorbereite, esse, Nachrichten schaue, dann krieg ich nicht mehr die Kurve zum Laptop. Den habe ich früher unter der Woche auch nie angemacht und habe eine gewisse Abneigung, mich nach der Arbeit noch mal an einen Bildschirm zu setzen. Insofern werde ich mich nur noch am Wochenende und an meinem freien Mittwoch im Blog blicken lassen. Ich hoffe, das ist für euch ok. Eure herrlichen Beiträge lese ich trotzdem täglich auf meinem Smartphone und  bin glücklich darüber, euch auf diese Weise so präsent zu haben.

Die Arbeit hat mich wieder im Griff. Ich telefoniere weiterhin ausschließlich mit den Patienteneltern und bin erstaunt, dass es recht gut geht und ich trotz fehlender Untersuchung des Kindes recht aussagekräftige Gutachten erstellen kann. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, die Kleinkinder wieder leibhaftig in meinem Büro zu empfangen. Was keinen Spaß macht ist die Mittagspause, die wir jetzt nicht mehr draußen auf der Sonnenterasse mit Kollegen verbringen, sondern jede in ihrem Zimmerchen, ganz isoliert. Abgesehen davon wird das Kinderzentrum gerade zum Teil abgerissen und neu gebaut, so dass die Terrasse auch ohne Corona nicht mehr begehbar wäre.

Ich bin übrigens wieder total gesund, der einmalige Nies- und Schnupftag war ein Anflug von irgendwas, was wieder vergangen ist. Heute schon auf dem Wochenmarkt gewesen. Mit ausreichend Zeit und Geld in der Tasche ist das ein Samstagsritual geworden. Danach ist der Kühlschrank voll mit frischem Gemüse, Spargel, Käse, Fisch etc. Hubert und ich haben etwas verschiedenen Einkaufsgewohnheiten. Er kauft immer zu viel, ich eher zu wenig. Vorratshaltung war mir als Städterin immer unsinnig vorgekommen, wo man sich doch jeden Tag alles frisch kaufen konnte. Wir arbeiten an Kompromissen. Gemeinsam kochen und essen gehört zu den Beschäftigungen, die mit Hubert unglaublich gut gehen, oft ab dem Kochen schon begleitet von herrlich frischem Weißwein aus den großen Vorräten im Keller 😉

 

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Mein Kommentar ist abgesoffen mitsamt dem Internet. Was ich sagen wollte: ich freu mich, dass du wieder da bist, stelle fest, was für überbordende Sorgen ich mir mache von Intensivstation und Schlimmerem bis zu persönlichen Katastrophen bis zu ich-könnte-was-Falsches-gesagt-oder-getan-haben. Gott sei Dank alles im grünen Bereich und jetzt weiß ich bescheid. Erleichterung. Schade, dass ich hier keinen Wochenmarkt habe.

    • Ines sagt:

      Das tut mir Leid, dass mein Fernbleiben dir Sorgen gemacht hat. Dass du etwas „Falsches gesagt“ haben könntest, sollte dir keine Sorgen machen. Ich bin fast nie eingeschnappt.

  2. Beate sagt:

    ich kenne das: nur am Wochenende in die privaten E-Mails schauen! Gerade, wenn Du jetzt regelmäßig in die Arbeit gehst, gerade, wenn Dune Hubert am Abend Zeit füreinander braucht. Und: Schön, dass Deine Erkältung wieder vorbei ist – zur Zeit schwebt bei Schnupfen und Heiserkeit das Damoklesschwert über uns, dass es Corona sein könnte und dass Einen nicht nur die harmlose Variante treffen könnte.

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