20-04-18-CoTaBu-Überhang aus negativen Worten

Undurchdringliche Wolkendecke, Himmel wie von hell-taubenblaugrauem Tuch überzogen; trotzdem glänzt Giebel in Gold. Im Halbschlaf nachgesonnen, wie ich Lindas Ehrenamt mit den Masken danken könnte. Dabei fiel mir die eigene Erschöpfung ein mit kleinen Kindern. Welcher Gewinn, als die dann Freunde hatten und selbständig oder im Kindergarten unterwegs waren. Unvorstellbar, dass Eltern ihre Kinder nicht allein vor die Tür lassen dürfen, damit sie sich nicht im Spiel vergessen. – Gestern Abend immer wieder denselben Satz gelesen, so aus dem Gleis nach Telefonat mit Bine. Sie dichtet ihren Ladenmieterinnen Extraeinnahmen an (die eine lebt von Porzellanmalerei, Haupteinnahmequelle Gruppen!, die andere näht Dinge aus alten Kimonostoffen – jetzt sicher Masken, wie Bine meint), außerdem hätten beide garantiert die 5000€ vom Staat abgegriffen. Selbst voller Existenzangst kein Gedanke daran, ihnen entgegenzukommen. Wie froh sie zudem sei, dass der Händedruck endlich abgeschafft sei, wie es ihr schon immer gegraust habe und sie sich nach jedem schweißigen Männerhändedruck die Hände gewaschen habe. Mutters und Omas krankhafte „Bazillenängste“ kommen immer deutlicher zum Vorschein. Mir geht gerade der Händedruck so ab und es kränkt mich, so auf ihn einprügeln zu hören. Unser fragiler Neuanfang am seidenen Faden.

Worte wie Schläge – muss ich mir sanft wegstreicheln. – Wie mach ich das nur?

 

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Eine Antwort

  1. Ines sagt:

    Ich habe das Hände schütteln immer sehr selbstverständlich gemacht. Es ist inzwischen etwas weniger schwierig, es zu unterlassen, aber schöner finde ich es bei Patienten mit Händeschütteln. Mal sehen, ob das jetzt für immer abgeschafft wird.

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